Sonntag, 7. August 2016

An einem Sonntagabend im August

Die Decke, mit der irgendwie alles anfing.

Gerade war ich dabei, einen Blogpost übers Bloggen zu lesen, als mein Blick auf die Datumsanzeige unten rechts auf meinem Bildschirm fiel. 7. August. Exakt fünf Jahre ist es heute her, dass ich hier meine ersten Worte geschrieben habe. Auch an einem Sonntagabend. Fünf Jahre, das ist gemessen an meinem Alter eine ganz schön lange Zeit. Nicht ganz ein Viertel, aber doch mehr als ein Fünftel meines Lebens begleitet mich das Bloggen nun - auch wenn es häufig auf und ab hing und ich speziell in den vergangenen paar Jahren sehr damit gehadert habe. Allerdings nicht nur mit dem Bloggen, sondern auch mit so ungefähr allem anderen.

Ein bisschen ist es mit mir und diesem Blog wie mit alten Freunden, mit denen man durch die gemeinsam verbrachte Zeit und geteilte Erlebnisse für eine Weile eng verbunden war, und die man dann, manchmal ganz schleichend, irgendwie aus den Augen verloren hat. Gelegentlich vermisst man sie, hat den plötzlichen Impuls, ihnen dieses oder jenes erzählen, aber dann sind da all die Dinge, die zwischen damals und heute stehen und erst einmal überbrückt werden wollen. Es ist nie leicht, an ein abgerissenes Band anzuknüpfen und je mehr Zeit vergangen ist, desto schwerer wird es. Und manchmal fehlen einem auch weniger die alten Freunde an sich, als die Person, die man selbst damals - mit den anderen oder auch durch die anderen - gewesen ist. 

So oder so ähnlich geht es mir. Wann immer ich in den letzten Jahren den Versuch unternommen habe, hier wieder regelmäßig zu bloggen, folgte irgendwann die Erkenntnis, dass ich eigentlich dem Enthusiasmus meines 17jährigen Ichs und dieser ungetrübten Begeisterung über diese neuentdeckte Welt hinterher jage. Letztlich war das nie von Erfolg gekrönt und ich habe gemerkt: Die Vorstellung eines Blogs macht mich vor Freude und Faszination immer noch ganz kribbelig im Innern, nur tut es dieser Blog nicht mehr. So ist das, aus manchen Dingen wächst man heraus und es wird Zeit für Neues.

Generell geht es bei mir gerade viel um Neugestaltung. Der Bachelorabschluss ist mittlerweile in greifbarer Nähe, was die gefürchtete Frage nach dem Danach aufwirft. Gefürchtet deswegen, weil ich eigentlich keine Antwort darauf habe bzw. bislang lediglich mit Sicherheit weiß, dass es auf dem derzeitigen Pfad (sprich: Lehramt) nicht weitergehen soll. Auch wenn mich regelmäßig diverse Menschen, von namibischen Friseurinnen über nahe und fernere Verwandte bis hin zu völlig fremden Flughafenwartehallenbekanntschaften, vom Gegenteil überzeugen wollen. Dass ich keinen konkreten Plan B habe, bereitet mir selbst momentan weniger Schwierigkeiten als anderen, habe ich den Eindruck. Für mich ist die Frage, was für einer Arbeit ich nachgehen will, nur ein Bruchteil der viel größeren Frage "Was für ein Leben will ich leben?". (Quarterlife Crisis lässt grüßen...)
Im Augenblick bin ich hauptsächlich damit beschäftigt, Dinge auszusortieren und loszulassen, die zur Vergangenheit fest dazugehörten, für mich in der Gegenwart aber ihre Bedeutung verloren haben und sich nun wie Ballast anfühlen, den ich nicht in die Zukunft mitschleppen möchte. Irgendwie habe ich schon seit einer Weile dieses Bedürfnis, zu entrümpeln, reinen Tisch zu machen. Und dann zu sehen, was sich anfangen lässt mit dem, was übrig bleibt.

So möchte ich dieses Jubiläum nutzen, um mich auf unbestimmte Zeit von diesem Blog zu verabschieden und im Zuge dessen vor allem noch mal ein Dankeschön loszuwerden. An alle die, deren Bekanntschaft ich als Folge dieser an einem Sonntagabend vor genau fünf Jahren geschriebenen Worte und allem, was danach kam, machen durfte. Ob Vielkommentatoren oder stille Leser, treue Seelen oder sporadische Besucher - um wie viel reicher an Motivation, Inspiration, Wissen und Freude ich durch euch geworden bin, lässt sich in Worten gar nicht ausdrücken. Von Herzen vielen Dank für euer Interesse, eure Zeit und eure Worte!

Wie eingangs erwähnt, beschäftigt mich das Thema Bloggen nach wie vor und so schließe ich nicht aus, dass ich irgendwann, irgendwie, irgendwo wieder auftauche. Wenn es dazu kommt, sage ich Bescheid und würde mich über ein Wiedersehen freuen! Hier bleibt derweil zeitkapselmäßig alles, wie es ist, und ich bleibe auch unter der Mail-Adresse und den Social Media Links weiterhin erreichbar (auch wenn ich dort momentan ebenfalls denkbar inaktiv bin...).

Nun denn, macht es gut.

Alles Liebe, Naomi

Samstag, 13. Februar 2016

12 von 12 {Februar 2016}

Im Februar 2012, vor ganz genau vier Jahren also, habe ich zum allerersten Mal zwölf Bilder meines Tages geposted. Seitdem habe ich mit wechselnder Häufigkeit an dieser Aktion teilgenommen, es trotz mehrmals gefasstem Vorsatz aber nie geschafft, mal einen kompletten "Jahrgang" der 12 von 12 zusammenzukriegen. Zumindest der 12. Februar war allerdings immer dabei und so war es keine Frage, dass ich auch den gestrigen Tag - widrigen Lichtverhältnissen und unspektakulärer Tagesgestaltung zum Trotz - wieder mit der Kamera festgehalten habe.

So kann ich nämlich nun tatsächlich auf fünf Jahre "12 von 12 im Februar" zurückblicken (2012, 2013, 2014), wobei mir Anfang der Woche plötzlich wieder einfiel, dass ich die Bilder vom letzten Jahr irgendwie nie geposted habe. Damals weilte ich nämlich über den 12. in London und anschließend fehlte dann die rechte Muße, um aus den bereits bei Flickr hochgeladenen Bildern noch einen Post zu schnüren. Das werde ich die Tage nun endlich mal nachholen. Der Vollständigkeit halber.

Hier aber erstmal die Bilder meines gestrigen Tages:

01 | 12 of 12 {Feb. 2016}
Mein armes Handy hatte es in letzter Zeit nicht leicht: Ausgelaufene Wasserflasche im Oktober, Sturz vom Schreibtisch im Dezember. Glücklicherweise ist es beide Male halbwegs glimpflich davon gekommen und die Wunden lassen sich noch einigemaßen dekorativ verbergen...

Nach dem Aufwachen fühle ich mich ausgeruht wie lange nicht. Mit mir und dem Schlafen läuft es seit Monaten nicht rund - das endlich zu ändern ist sozusagen mein Februar-Projekt. Insofern freue ich mich sehr, dass meine Bemühungen Früchte tragen. Um das nicht gleich zunichte zu machen, lasse ich es an diesem Morgen ruhig angehen und beschließe, nachdem die Mensa-Verabredung für mittags getroffen ist, den Vormittag über von zuhause zu arbeiten und mich erst nach dem Essen in die Bibliothek zu begeben.

02 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Auf dem Weg in die Küche empfängt mich schon im eigentlich fensterlosen Flur gleißendes Sonnenlicht. Ein Frühlingsversprechen, das dieser Tag am Ende allerdings nur teilweise zu halten vermag...

03 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Dem Vögelchen einen Pfiff entlockt...

04 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Und mich mit meinem Frühstück (letzte Reste - ich muss unbedingt einkaufen) zurück in mein Zimmer begeben. Seit mein erster Mitbewohner vor einem knappen Jahr ausgezogen ist, ist die Küche zwar wieder in einem halbwegs vernünftigen Zustand, aber die Tatsache, dass es sich hier um ein abgewohntes Studentenwohnheim handelt, in dem seit seiner Errichtung in den 80ern gefühlt nichts mehr erneuert wurde, lässt sich irgendwie trotz allem nicht verbergen. Insgesamt ist die Küche nach wie vor kein Ort, an dem ich mich länger aufhalte, als nötig. Außerdem bringt die Sonne dort plötzlich ungeahnte bzw. verdrängte Fensterputznotwendigkeiten ans Licht...

05 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Anschließend ein paar computergestützte Erledigungen getätigt, powered by Roiboos-Tee mit dem letzten Schuss Milch (Koffeinverzicht ist nämlich Teil meines Planes zur Wiedererlangung eines halbwegs gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus). Dass die Heizung am Nachmittag vorher (wieder mal) aufgehört hat zu funktionieren und die Raumtemperatur mittlerweile deutlich unter 18°C gesunken ist, macht sich jetzt zunehmend in Form klammer Finger bemerkbar, die leider nicht gleichzeitig tippen und sich an der heißen Tasse wärmen können. Vor dem vollständigen Einfrieren bewahrt mich allerdings eine kurze Staubsauge-Einlage.

Endgültig wieder warm wird mir dann schließlich auf dem Weg zur Mensa, denn wie so häufig bin ich etwas spät dran... Die Kamera in meiner Tasche vergesse ich ganz, während ich sowohl Gemüsestrudel als auch Apfelpfannkuchen verzehre, und erinnere mich erst wieder, als ich im Englischen Seminar vor den Schließfächern und damit vor der Frage stehe, ob ich sie mit in die Bibliothek nehmen soll oder nicht. Am Ende traue ich mich nicht und schließe sie ein. So gibt es aus den nächsten Stunden nur Handy-Fotos.

06 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Drinnen angekommen war ich froh über die Entscheidung, denn es war doch relativ voll.

07 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Mich mit KIT splits und anderen phonologischen Besonderheiten von südafrikanischem Englisch befasst.

08 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Tauben sind offenbar nicht willkommen, Hunde dagegen schon, wie ich letzte Woche - ebenso überrascht wie erfreut - feststellen konnte, als ich den Raum mit einem mir u.a. schon aus meiner Linguistik-Vorlesung im vergangenen Semester bekannten Corgi, seinem Frauchen und deren Referatspartnerin geteilt habe. Ich fand's super und bilde mir sogar eine konzentrationsfördernde Wirkung ein. :)

Nachdem die Anglistik-Bibliothek um 18 Uhr geschlossen hatte, habe ich mich am Historischen Seminar wieder mit der Freundin getroffen, mit der ich mittags in der Mensa gegessen hatte. Weil abends noch das Konzert von einem der Uni-Orchester auf dem Programm stand, begaben wir uns bei inzwischen so gar nicht mehr frühlingshaftem Wetter auf die Jagd nach etwas Essbarem (immerhin mit echten Tomaten).

09 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Ein knurrender Magen war so zumindest nicht das, was mich anschließend in der extrem zugigen Aula vom Zuhören ablenkte. Hauptsächlich war ich damit beschäftigt, nicht durch potenziell störendes Zähneklappern aufzufallen und die Klarinetten-Solistin zu bemitleiden, in ihrem ärmellosen Kleid... Die zweite Hälfte des Konzerts verbrachte ich dann im Daunenmantel und vielleicht gefiel sie mir auch deshalb noch etwas besser als die erste.

10 | 12 of 12 {Feb. 2016}

11 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Zuhause war mir dann dringend nach etwas Gemütlichkeit, auch wenn bei einer inzwischen immerhin lauwarmen Heizung von einem Wiederaufwärmen nicht wirklich die Rede sein konnte. Da musste ich schon von innen nachhelfen und so endete dieser 12. mehr oder weniger so, wie er begonnen hatte: Bei einer Tasse Tee. (Und möglicherweise mehr als nur dem einen Hobbit-Keks...)

12 | 12 of 12 {Feb. 2016}

Danke für's Vorbeigucken und durch-den-Tag-Folgen! Die Liste mit allen "12 von 12"-Sammlern beherbergt wie immer Caro. Habt alle einen schönen Valentins-/Sonntag! :)

Montag, 18. Januar 2016

Nummer 1

Ahoi, ihr Lieben! Ein frohes, gesundes 2016 wünsche ich euch! Glück und Erfolg bei der Umsetzung eurer Vorhaben, Geduld, Vertrauen und Mut im richtigen Augenblick und Zeit für das, was euch wichtig ist.

Tulips

Ich melde mich zurück nach einer Pause, die deutlich früher begonnen und deutlich länger gedauert hat, als eigentlich vorgesehen. An ersterem war hauptsächlich eine Reihe von (teilweise unvorhergesehenen) Uni-Dingen schuld, die mich bis zum 22. Dezember um sieben Uhr abends in Atem gehalten haben. Es blieben danach noch gut zehn Stunden bis zu meiner Abreise nach Lübeck, wo ich auch diesmal wieder mit der Familie meines Onkels Weihnachten gefeiert habe, und mir fehlten zu diesem Zeitpunkt quasi noch sämtliche Geschenke, ich hatte weder gepackt noch mir überlegt, was ich eigentlich mitnehmen wollte/sollte/müsste, und die Nächte zuvor kaum geschlafen. Eigentlich die besten Voraussetzungen, um Weihnachten krank unterm Baum zu sitzen.
Glücklicherweise wurde ich davon noch mal verschont - krank war ich dann erst zu Silvester -, dafür habe ich in den zwei Wochen, die wir keine Uni hatten, auch wirklich so richtig Pause gemacht und der Laptop blieb die ganze Zeit über ungeöffnet im Koffer. Wie nötig ich das hatte, fiel mir erst währenddessen so richtig auf. So lautete auch mein vorläufig einziger Vorsatz für das neue Jahr, es erstmal ganz langsam angehen zu lassen. Allerdings, wie das dann manchmal so ist: Je länger man wartet, desto schwerer fällt auch der Wiedereinstieg. Nicht nur, dass das fallengelassene Ende zunehmend außer Sicht gerät, es kommen ja auch ständig neue mögliche Anknüpfungspunkte dazu. Zu der Frage "Wann geht es weiter?" gesellt sich schleichend die Frage nach dem "Wie?"...

Ein Montagmorgen erscheint mir jedoch traditionell als äußerst geeigneter Zeitpunkt für (Neu-)Anfänge jeglicher Art, warum also nicht auch für den ersten Blog-Post des Jahres? Wenn sich das dann noch mit der Erfüllung von Punkt Nummer 1 meiner Geburtstagsliste bzw. den entsprechenden Beweisbildern vereinbaren lässt, umso besser. Tatsächlich haben hier nämlich seit meiner Rückkehr jede Woche frische Blumen in der Vase gestanden und ich bilde mir ein, dass der Anblick meinen Gemütszustand wirklich merklich erheitert. Genauso hatte ich mir das gedacht, damals im September.

Tulips

Wer sich fragt, wie es ansonsten um meine Liste der "22 Dinge, die ich mit 22 tun will" bestellt ist, dem verspreche ich an dieser Stelle ein baldiges Update, wenngleich ich mit genauen Vorhersagen momentan lieber etwas vorsichtig bin - auf der anderen Seite der Weihnachtsferien erwarteten mich nämlich schon meine drei bis Ende Februar zu schreibenden Hausarbeiten...

Trotzdem hoffe ich, im neuen Jahr einigermaßen regelmäßig den Weg hierher zu finden, denn irgendwie hängt mein Herz nach all den Jahren doch sehr an diesem Ort und die Freude über euch mitlesende Menschen und ganz besonders über jedes nette Wort in Form von Kommentaren oder Mails ist ungebrochen, wenn nicht sogar mit der Zeit noch gewachsen. Das wollte ich mal wieder gesagt haben. :)

Also denn, habt alle eine schöne Woche!

Montag, 14. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *14

Bild: Draußen nur Kännchen!


1. Wann kaufst Du einen Baum? Echte Nadeln oder Plastik mit Duft?
Hätte ich einen Baum - was nicht der Fall ist - würde ich ihn vermutlich relativ kurz vor Heiligabend kaufen. Aus Platzgründen und weil ich es schön finde, wenn einige Dinge wirklich nur ganz kurz dauern. Wenn schon das Ende der Sommerferien mit dem Beginn der Lebkuchensaison koinzidiert, brauche ich nicht auch noch einen Weihnachtsbaum ab Mitte November. Und aus Plastik schon mal gar nicht.
2.  Selber schlagen oder einen von der Stange?
Von der Stange (wenn auch wieder rein hypothetisch). 3.  Und wann darf er ins Wohnzimmer ziehen?



Siehe 1.

(Die Fragen stellt Caro.)

Sonntag, 13. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *13

Bild: Draußen nur Kännchen!


1. Das tollste Weihnachtsgeschenk als Kind?
Da fallen mir viele ein: Das Puppenhaus, der Kaufmannsladen, meine erste Barbie (nach gefühlt jahrelangem Wünschen und Betteln), mein erster Schulranzen, das Playmo-Einfamilienhaus, mein erstes Harry-Potter-Hörbuch, Sims 2... Eigentlich gab es immer ganz gute Sachen.
2. Verschenkst du Selbstgemachtes?
In der Regel schon und am liebsten sogar ausschließlich. Die letzten Jahre war das fast schon ein selbstauferlegter Zwang und sorgte immer für sehr viel Stress (und teilweise bis weit ins neue Jahr anhaltende Handgelenksprobleme), so habe ich mich dieses Jahr ganz bewusst dagegen entschieden. Bei Geburtstagen ist das irgendwie einfacher, da braucht man nicht so viele Geschenke auf einmal, denn natürlich hätte ich alle Geschenke am liebsten nicht "nur" selbstgemacht sondern auch noch ganz individuell auf die jeweilige Person abgestimmt.
3. Wann packst du Geschenke ein?
Vereinzelte schaffe ich zwischendurch, aber den Großteil irgendwie doch immer erst am Heiligabend zwischen Kirche und Bescherung...

(Fragen von hier.)

Samstag, 12. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *7-12

Ernüchterung - das war irgendwie das Motto der vergangenen Woche. Wenn Dinge nicht so klappen, wie ich sie mir vorgenommen oder gewünscht habe, dann bin ich mittlerweile ganz gut darin, die Enttäuschung darüber einigermaßen schnell zu überwinden und mich gedanklich auf das zu besinnen, was ich im jeweiligen Moment noch imstande bin, an der gegebenen Situation zu verändern. Hättekönntewürde hilft ja nix, schon gar nicht weiter. 
Manchmal klappt das aber auch überhaupt nicht und wenn dann noch mehrere Dinge zusammen kommen - Frustration, Zeitdruck, (vorweihnachtlicher) Stress -, kann das dazu führen, dass ich erstmal ein paar Tage brauche, um mich wieder in Ordnung zu bringen. So war mir in den letzten Tagen irgendwie wenig nach Bloggen, selbst wenn es nur die Caros Adventskalenderfragen gewesen wären (vom Weihnachtskleid-Sewalong mal ganz zu schweigen). Ganz ausfallen lassen möchte ich sie aber doch nicht und so nehme ich heute den Faden wieder auf und hole die Tage sieben bis zwölf auf einen Schlag auf - in der Hoffnung, dass ich dann nicht gleich wieder eine Woche brauche, um mich davon zu erholen. 

Bild: Draußen nur Kännchen!



1. Was ist für dich ein typischer Weihnachtsduft?
Tanne. 
2. Hast du ein Räuchermännchen?
Nein. Meine Schwester hatte früher mal eins, das ich allerdings so gar nicht riechen konnte - aber ich war auch nie für Räucherstäbchen. In letzter Zeit hat sich das allerdings ein bisschen geändert, so würde ich inzwischen nicht mehr ausschließen, dass bei mir irgendwann in Zukunft auch mal eins einzieht. Angucken mag ich sie nämlich gerne.
3. Wenn ja, was darf es rauchen? 
- - -


1. Hast du einen Wunschzettel?
Keinen speziell für Weihnachten, nur die ewig währenden Amazon- und Pinterest-Listen, Notizen in diversen Notizen-Apps (für Buch-Sichtungen unterwegs) und kleine Randgeschreibsel im Semesterplaner, Zettelchen in Jackentaschen usw.
2. Schon mal ganz furchtbare Weihnachten gefeiert?
Kann mich nicht erinnern. Natürlich gab es bessere und schlechtere Momente, aber weil ich finde, dass letztere in der Regel hinterher immer die besseren Geschichten ergeben, tue ich mich schwer damit, irgendwas als wirklich furchtbar einzustufen.
3. Und welches Fest war etwas ganz Besonderes?
In meiner Erinnerung verschwimmen die einzelnen Weihnachtsfeste irgendwie ein bisschen - ich kann mich meistens nur an besondere Momente erinnern und zumindest einen davon hatte wohl jedes.


1. Hast du schon alle Geschenke?
Noch nicht, aber ich bin halbwegs gut dabei. Besser sogar, als ich zwischenzeitlich dachte.
2. Schon mal jemanden beim Beschenken vergessen?
Vergessen setzt ja ein Versehen voraus, insofern 
3. Kaufst du lieber online oder im Geschäft? 
In diesem Jahr online, aus Zeitgründen.


1. Wäre Weihnachten unter Palmen was für dich?
Hätte es dieses Jahr fast gegeben, denn ursprünglich hatte ich überlegt, über Weihnachten zu meinen Eltern nach Namibia zu fliegen. Wenn ich mir aber deren regelmäßig via Skype vorgetragene Leidensberichte ob der dortigen Hitze anhöre (ist ja schließlich Sommer auf der Südhalbkugel), bin ich eigentlich ganz froh, dass sich die Dinge anders ergeben haben. Mein weihnachtliches Gefühl tut sich in diesem Jahr nämlich schon unter den hiesigen Klimabedingungen reichlich schwer...
2. Warst du schon mal über Weihnachten im Urlaub? Wenn ja, wo?
Nein, nur bei meinen Großeltern, aber das zählt nicht.
3. Würdest du das noch mal machen?
- - - 


1. Hast du eine Krippe?
Nein.
2. Eine traditionelle oder moderne?
Weder noch (siehe oben).
3. Und was ist mit Engeln?
Auch nicht.



1. Hast du schon alles Vorgenommene erledigt?
Diese Frage verstehe ich mal als rhetorische...  
2. Was muss unbedingt noch gemacht werden?
Die fehlenden Geschenke müssen besorgt werden, ansonsten gibt es mehrere Uni-Sachen, die teilweise unerwartet meine Bahn gekreuzt haben, allerdings wirklich unbedingt vor Weihnachten sein müssen und somit den Hauptquell meines dauergestressten Zustandes darstellen.
3. Auf welches Vorgenommene verzichtest du nun doch?
Ich hab das Vorgenommene von Anfang an mit aus schlechter Erfahrung und böser Vorahnung resultierenden Absicht relativ überschaubar gehalten, was zugunsten des Weihnachtskleid-Sewalongs gehen sollte. Dass ich meine Pläne diesbezüglich dennoch nicht eins zu eins werde umsetzen können, und zwar aus den unter 2. aufgeführten Gründen, musste ich inzwischen einsehen. Wie viel oder wenig ich da noch schaffen kann, muss sich erst zeigen, zum endgültigen Aufgeben konnte ich mich aber noch nicht durchringen. Also nehme ich jetzt einfach einen Schritt nach dem anderen und gucke mal, wohin mich das bringt.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *6

Eigentlich wäre heute Teil 3 des Weihnachtskleid-Sewalongs dran, aber das verschiebe ich auf morgen, denn 1. hoffe ich, im Laufe des Tages noch die eine oder andere Naht zu schaffen, und 2. hab ich heute noch zu viele andere Dinge zu erledigen. Aber für drei schnelle Adventskalenderfragen reicht es...

Der fragende Adventskalender
Bild: Draußen nur Kännchen!

1. Und, was gab's für dich?
Omas Nikolauspäckchen, gefüllt mit Vanillekipferl und Gewürzkuchen (wie viel von alledem noch übrig ist, verrate ich jetzt lieber nicht...)

2. Verschickst du Weihnachtspost?
Nachdem bei mir in Sachen Weihnachtspost im vergangenen Jahr einen Totalausfall gab, würde ich dieses Jahr gerne wenigstens ein paar Karten verschicken. Liegen tun sie hier sogar hier schon, eine Liste mit Empfängern auch, und wenn sich jetzt noch irgendwann in der kommenden Woche ein Stündchen Zeit auftut...


3. Warst du schon auf einer Weihnachtsfeier?
Nein, ist - soweit ich das gerade auf dem Schirm habe - auch nicht geplant. Finde ich aber auch nicht sonderlich bedauerlich, der Dezember ist schon so voll genug.
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