Dienstag, 15. November 2011

Novembergrau und Apfeltarte

Sieht es bei euch heute auch so grau aus? 
Schrecklich ist das, ich kann mich zu nichts aufraffen, dabei hätte ich so viel zu erledigen. Natürlich hauptsächlich Dinge, auf die ich gerne verzichten würde, wenn es denn ginge, aber da ich zum Beispiel nicht vorhabe, das neue superteure, ultramoderne und trotzdem nicht richtig funktionierende automatische Ausleih- und Abgabesystem der Stadtbücherei mit meinen Überziehungsgebühren ganz allein zu finanzieren, werde ich da wohl oder übel hinmüssen.
Ich versuche also, mir dieses Zitat von Rudolf Leonhard in Erinnerung zu rufen, das ich am Samstag im "Berliner Fenster", unserem U-Bahn-"Fernsehen" gelesen habe:
Das einzige Mittel, das Leben zu ertragen, ist: es schön zu finden.
Das klingt doch ziemlich einleuchtend, nicht wahr? Ich werde also einfach versuchen, all die blöden Sachen, die ich noch erledigen muss und auf die ich gar keine Lust habe einfach trotzdem schön zu finden. Und wenn es einem dann irgendwann wirklich Spaß macht, geht doch auch alles viel schneller vorbei - Schönes dauert ja leider immer kürzer als Langweiliges - und ich hab vielleicht noch Zeit, irgendwas zu machen, was mir wirklich Spaß macht.

Apfeltarte backen zum Beispiel, meine Mutter hat so viele Äpfel von meinen Großeltern mitgebracht. Am Wochenende habe ich morgens im ZEIT MAGAZIN ein Rezept entdeckt und am Sonntag gleich mal ausprobiert. 
Einfach 200g Mehl, 60g Zucker, 100g Butter, etwas Salz und ein Ei verrühren.
 (Im Rezept steht ein Eigelb, aber da wurde der Teig bei mir zu bröselig. Vielleicht geht es, wenn man ein größeres Ei nimmt, bei dem dann auch das Eigelb entsprechend größer ist, aber bei mir reichte es nicht. Ich musste sogar auch noch ein bis zwei Esslöffel Wasser dazu tun, damit es ging.)
Während der Teig für eine 1/2 Stunde im Kühlschrank ruht, werden 4-5 Äpfel (ich hab nur 3 genommen) geschält, vom Kerngehäuse befreit und in gleichmäßige Scheiben geschnitten, die dann auf dem ausgerollten Teil verteilt und aufgeschichtet werden. Darüber kippt man eine Masse aus 200g Crème Fraîche, 2 Eiern und 40g Zucker
Dann kommt alles zusammen für ca. 25-30 Minuten bei 180°C in den Ofen (Im Rezept steht eigentlich 15 Minuten, aber bei mir war da noch alles ein bisschen flüssig). Fertig!
Bei mir sah das dann so aus:
 Ich hatte etwas Teig übrig. Daraus habe ich dann Sterne ausgestochen und sie einfach oben auf der Tarte verteilt
Auch meine Bedenken, die Äpfel wären vielleicht noch zu hart, haben sich nicht bestätigt. Geschmeckt hat sie wirklich sehr gut!
So, nun muss ich mich mal aufmachen, all wunderbaren Dinge zu erledigen.
Ist das Leben nicht schön?

Alles Liebe, Naomi

4 Kommentare:

Wonni hat gesagt…

Oh, ich liebe diese Sterne auf deiner Tarte :D
Wir hatten auch unendlich viele Äpfel von
allen möglichen Leuten...
Nach dem zweiten Tag Pfannkuchen konnte
ich sie nicht mehr sehen :)

Das Zitat werde ich mir auf jeden Fall merken.
Jeder hat ja das ein oder andere, auf das er verzichten könnte!

LG Yvonne

Fräulein Famos hat gesagt…

Liebe Yvonne,
das stimmt, es gibt wirklich viele Dinge, die nicht wirklich fehlen würden. Aber die muss es wohl einfach auch geben, denn die schönen Dinge erscheinen ja im Kontrast zu den blöden, langweiligen Dingen dann umso schöner.
Und so lange immer genügend schöne Dinge da sind, kann ich mit den anderen auch ganz gut leben.
Liebe Grüße, Naomi

Karin hat gesagt…

Deine Apfeltarte sieht sehr, sehr lecker aus!
Das Rezept ist schon mal gespeichert! Danke!
Wir lieben Äpfel!
Ich denke, du machst das richtig, wenn du dich mehr auf die schönen Dinge konzentrierst!

LG Karin

Fräulein Famos hat gesagt…

Liebe Karin,
es sah nicht nur so aus... ;) Sie war jedenfalls ratz fatz aufgegessen.
Wenn man richtig drauf achtet, dann fallen einem ja meistens auch noch viele schöne Dinge auf, die man sonst übersieht. Aber häufig ist man einfach so gestresst, dass man dazu gar nicht die Ruhe hat. Ich find's schrecklich, diese Hektik immer und überall. Ein bisschen weniger davon und es würde uns allen besser gehen, davon bin ich überzeugt.
Ganz liebe Grüße, Naomi

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