Mittwoch, 12. Dezember 2012

12 von 12 {Dezember}

So rein theoretisch und weil es das heutige Datum ja nun mal irgendwie anbietet, könnte ich hier jetzt eine super Einleitung von wegen dreimal-die-zwölf!-wie-cool!-sowas-kommt-nie-wieder! schreiben. Wie gesagt: Ich könnte.
Aber ich kenn mich ja mittlerweile. Wenn ich erst mal anfange, kann es vorkommen, dass dem Rede- oder in diesem Fall Schreibschwall irgendwie nicht mehr so leicht Einhalt zu gebieten ist. Und das könnte wiederum bedeuten, dass das, was ich mir für diesen 12. ganz fest vorgenommen hatte, nämlich meine Bilder nicht erst am 13. (oder am 15. - ist ja alles schon dagewesen) zu posten, sondern tatsächlich mal am 12. selber, wieder in die Hose geht. Noch sieht es damit nämlich aus, als könnte es vielleicht klappen, darum will ich lieber nichts riskieren.
Abgesehen davon habe ich den ganzen Tag über, also bis vorhin, offen gestanden kein einziges Mal über die dreifache Zwölf nachgedacht. So war dieser quasi-historische Tag für mich ein Tag, wie jeder andere.

(Für alle, die zufällig hier gelandet sind und sich jetzt fragen, worum es geht: 12 von 12 ist eine Fotoaktion, bei der man am 12. eines jeden Monats 12 Bilder macht und diese auf seinem Blog postet. Erfunden hat's irgendwann mal Chad Darnell, die Liste aller Mitmacher - v.a. aus dem deutschsprachigen Bloggerland - führt jeden Monat Frau Kännchen. Dafür an dieser Stelle ein dickes Dankeschön!)

So, jetzt aber los!


Wer guckt denn da hervor? Den erhobenen Zeigefinde deute ich als: "Keine Schokolade zum Frühstück!" Was sonst? Schließlich hat so ein Nikolaus auch einen Selbsterhaltungstrieb. Allerdings kann er da bei mir frei von jeglichen Sorgen sein - dafür, dass ich früher mal überhaupt keine Schokolade mochte, hab ich mich inzwischen was das angeht zwar ganz gut entwickelt, aber morgens esse ich irgendwie generell nicht so besonders gerne süß, und wenn Schokolade, dann Nu.tella.
Heute ist aber eh ziemlich wurscht, was letztlich aufs Brot wandert, denn dank meiner Erkältung, der es so gut bei mir zu gefallen scheint, dass sie sich gerne noch ein bisschen weiter ausbreitet (Hallo Stirnhöhlen!) und sich gleich noch ein paar Freunde einlädt (Hallo Gliederschmerzen!), schmecke ich ohnehin kaum was.
Und furchtbar elend ist mir. Aber da ich den letzten Herbst und Winter komplett ohne nennenswerte Erkältung - Husten, Schnupfen und das ganze Trallala - überstanden habe, ist das wohl jetzt die Rache.


Vielleicht liegt es auch daran, dass ich letztes Jahr auf meinem 80-Sekunden-Schulweg schlichtweg nicht so viel Möglichkeiten hatte, mir irgendwelche Viren einzufangen. Jetzt, wo ich tagtäglich mit der Bahn einmal die Stadt durchquere - sogar zweimal, wenn man genau ist und den Rückweg mitzählt - hatte ich mit sowas eigentlich fast schon gerechnet.
Es hat sich doch einiges geändert in den letzten Monaten. Diese fast schon Zen-mäßige Gelassenheit, die ich mir mit den Wochen zugelegt habe und mit der ich inzwischen sogar dem Winterchaos auf Berlins Schienen - allen voran denen der S-Bahn - begegne, verblüfft mich manchmal selbst. Dauert der Weg zur Arbeit eben zwei Stunden, anstelle wie üblich "nur" eine - wen juckt's?
Wobei ich neuerdings (schneechaosbedingt) auch meine Route geändert habe. So kriege ich mal wieder ein bisschen was von der Stadtmitte zu sehen, was ja auch nicht schlecht ist, und der Zugausfall (siehe Foto) konnte mich auch nicht aufhalten. Ha!


Was mich tatsächlich doch ziemlich ausgebremst hat, war mein Kopf. Und zwar so, dass ich, kaum im Büro angekommen, leider nicht umhin kam, meinen gut gehüteten Ib.uprofen-Vorrat in der Schreibtischschublade anzubrechen und erstmal ein gepflegtes zweites Frühstück zu mir zu nehmen. Eher so mittellecker, aber wenn's hilft.


Den Rest des Vormittags verbringe ich mit diesem und jenem und friere mir dabei ordentlich einen ab. Unsere Heizung im Büro ist nämlich sagen wir mal nicht so der Burner, und der kleine Heizlüfter macht die Luft so trocken. Das will ich meinen ohnehin schon geplagten Schleimhäuten nicht unbedingt antun. Der Hals kratzt übrigens auch den ganzen Tag fürchterlich, hatte ich das schon erwähnt?
Wenn ich gerade nicht mit diesem oder jenem beschäftigt bin, werde ich ab und an schmachtende Blicke auf die weiße Pracht draußen. Leider musste ich mich die meiste Zeit des Tages mit der Aussicht aus dem Fenster begnügen. Immerhin war die besser als neulich.

Und nun ratet mal, um wie viel Uhr ich folgendes Bild gemacht habe:


So, sollte jemand auf ungefähr 14.00 Uhr getippt haben - Glückwunsch! Eigentlich wollte ich nur noch mal kurz rausgucken, bevor ich nach draußen gehe, um mir irgendwo was zu essen zu erlegen. Und was ich da gesehen habe, seht ihr ja selber: Dämmerung. Um verdammt noch mal zwei Uhr nachmittags!
Wie gut, dass es nur noch neun Tage sind, bis die ganze Chose sich wieder umkehrt und die Tage wieder länger werden. Ich fühle mich schon ganz lichtarm.


Die Mittagspause also: Eigentlich hatte bzw. habe ich noch immer einen Rest Pesto im Bürokühlschrank stehen. Und Nudeln bei mir im Büro. Man hätte also... Aber um ganz ehrlich zu sein: I really just couldn't be bothered. Ist ja manchmal so und da die Möglichkeiten, an von anderen zubereitetes Essen zu kommen, dort, wo ich arbeite, ziemlich begrenzt sind, fiel die Wahl schließlich zwischen Döner und Pommes. Döner (fleischlos und sonst "mit alles und Kräutersoße") hat gewonnen, aber das habt ihr euch sicher anhand des Bildes schon zusammengereimt.



Auf dem Rückweg dann ein bisschen winkewinke! (Ich hab das Gefühl, die sind überall...)


Arbeit, die zwar draußen stattfindet, auf die ich wenigstens heute aber gerne verzichtet hätte. Denn draußen ist es kalt und kalt ist nicht gut. Jedenfalls nicht für meinen ohnehin schmerzenden Kopf.


Drinnen erwartet mich meine "Gehaltsabrechnung". In Gänsefüßchen, denn von Gehalt kann man eigentlich kaum sprechen - ein heiß diskutierter Punkt auf den Zusammenkünften und Seminaren für alle FSJ Kultur-Leute. Ich für meinen Teil habe eigentlich keinen Grund zur Klage. So ein bisschen ist es in meinen Augen ja auch Sinn der Sache, dass man seine Zeit und Arbeitskraft während eines Freiwilligen Sozialen Jahres eben spendet. Trotzdem ganz nett, wenn sich das Konto wieder ein bisschen füllt. Weihnachten ist ja nicht mehr weit, und wie erwartet hinke ich meinen Plänen, alle Geschenke Ende November zusammen zu haben (Haha.) weit hinterher.
Im Hintergrund übrigens Textmarkerkunst. (Falls ihr das nicht sowieso gleich erkannt habt.)


Voilà, die Tram, in der ich hätte sitzen sollen/wollen, von hinten. Glücklicherweise bin ich pünktlich um halb sechs im Büro aufgebrochen, da fahren sie noch einigermaßen häufig und ich musste nur vier Minuten warten. Richtig kritisch wird es erst ab viertel nach sechs. Da steht man dann auch gerne mal 20 Minuten.


Zuhause hatte irgendjemand einen (überaus üppigen...) Rest Pudding in der Schüssel gelassen. Für mich. Jedenfalls habe ich das einfach mal angenommen.


Und nun werde ich noch ein bisschen schnippeln und kleben. So war jedenfalls der Plan für heute Abend, denn da es mit der Umsetzung meines super-duper Weihnachtsgeschenkeplans im November ja wie erwähnt nicht so gut funktioniert hat, bin ich nun um Verzug und müsste eigentlich ganz dringend noch ein bisschen was machen. Mal sehen, ob ich mich noch aufraffen kann.

Euch vielen Dank für's Gucken und einen schönen Abend!
Alles Liebe, Naomi


P.S.: Auch hier noch mal der Hinweis: Mehr 12 von 12 gibt es hier bei Frau Kännchen.

7 Kommentare:

Villa ❤ Stoff hat gesagt…

Liebe Naomi,

spät, später, ICH!

Die Zeit ist derzeit nicht mein Freund & schlafen wird sowieso vollkommen überbewertet, denn ich bin aktuell stark damit beschäftigt, dass noch das ein oder andere genähte Weihnachtsgeschenk es unter den Baum schafft!

Wohlgemerkt NICHT meine!!! Ich hab (noch) keine!

Ich wünsch dir unbedingt gute Besserung ins sibirische Berlin!
Deine Maria

Dassi87 hat gesagt…

Oh das Döner-Bild sieht aber auch lecker aus =)
Und nebenbei: Deinen Bloghintergrund finde ich super. Genau meine Farbe und dann noch mit Pünktchen =)

Liebe Grüße,
Stefanie

Simone hat gesagt…

Ach Du Arme........das hört sich echt nicht sonderlich fit an!!!
Ich wünsch Dir dann mal ganz schnelle und gute Besserung.....krank sein ist einfach nur....äääääähhhhhh!!!!!

Was ist denn das für ein Schnittmuster????
Mit kommt die Schriftart so bekannt vor......Frau Liebstes??? Ja, ich glaube......oder?????
:-)

GGLG
Simone

michèle hat gesagt…

ich drück´ dir mal die daumen, dass du deinen verzug in sachen geschenken noch aufholst. mein geschenkeplan sah ganz ähnlich aus und was aus ihm geworden ist ebenfalls;-)

gute besserungswünsche sendet dir michèle

freuleinmimi hat gesagt…

Im kleinen Ber(li)n sieht der Winter ziemlich ähnlich aus und gruselig kalt ist es ebenfalls.
Liebgruss, mimi

Steffi hat gesagt…

Liebe Naomi,

ich mag ja bekanntlich Herbst und Winter - doch die Tatsache, dass ich auch das Gefühl habe, permanent unter Lichtmangel zu leiden, behagt mir weniger.
Ich bewundere immer wieder, wie du es schaffst, so viel Text zu verfassen - was überhaupt nicht negativ gemeint ist, sondern ganz im Gegenteil. Liegt wahrscheinllich daran, dass ich mir selbst häufig beim "Texten" einen abbreche und mir insgeheim einen Ghostwriter wünsche. Ich fotografiere halt lieber...
Hab einen schönen Abend und sei lieb gegrüßt von Steffi

Anilinchen hat gesagt…

Liebe Naomi,

schöne Bilder von dem schönen Berlin. Da hab ich es mir doch gleich mal bequem gemacht bei dir.
Grüß mir mal meine Heimatstadt ;)
LG und einen schönen 4. Advent
Ani

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