Dienstag, 27. November 2012

Sonntagsausflug: Markt der Kontinente

Huch, schon Dienstag. Der gestrige Tag flog nur so an mir vorrüber. Lag vielleicht dran, dass ich so unheimlich gute Laune hatte.

Aber das Wochenende war auch ein besonders schönes. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt an einem Sonntag den ganzen Tag unterwegs und trotzdem am Ende so erholt war. Nach einem wunderbaren und sehr reichhaltigen Brunch-Buffet im Café Klatsch mit sämtlichen Mitgliedern des Reitvereins meiner Mutter und jüngsten Schwester (womit ich auch gleich die erste Weihnachtsfeier der Saison hinter mich gebracht hätte), ging es zum Markt der Kontinente in den Dahlemer Museen.


Wann immer ich dort bin, überschwappt mich unweigerlich ein kleiner Nostalgie-Tsunami. Ist nämlich alles altes Kinderladenrevier bzw. wurde dort später, also damals, als wir noch näher dran wohnten, mit Vorliebe allwochenendlich durch die Gegend promeniert. Kommt mir ewig her vor.
Auch auf dem Markt der Kontinente bin ich früher schon gewesen. Mit ungefähr elf Jahren ließ ich mir dort einen von diesen langen bunten Zöpfen ins Haar flechten. Der liegt heute noch irgendwo in einer Schachtel.

Den Zopfstand gab es auch dieses Mal wieder.
Angeblich, also laut Programm, ist jedes Wochenende ein anderer Kontinent "dran" - denn das jetzt war erst der erste Streich, an den nächsten drei Wochenende geht es weiter. 
Am Sonntag hätte sich demnach alles um Amerika drehen sollen. Ob es das nun tatsächlich tat, finde ich schwierig zu beurteilen. Mir kam es eher nicht so vor (es sei denn, Irland hat von aller Welt unbemerkt einen Kontinenttransfer beantragt und sich gewissermaßen von Amerika adoptieren lassen - eher unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie). Das tat dem Vergnügen aber keinen Abbruch. Lässt man sich eben ein bisschen treiben und saugt einfach die vielen, vielen bunten Farben und Eindrücke in sich auf. Woher sie kommen, ist ja dann eigentlich auch irgendwie wurscht.


Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war, dass es so unglaublich warm war. Bei so vielen Menschen an sich keine allzu verwunderliche Sache, aber irgendwie denke ich immer, dass man da als Organisator doch eigentlich drauf achten und für entsprechende Belüftung bzw. Klimatisierung sorgen könnte. Dass Ende November die meisten unter ihren Wintermänteln nicht im luftigen Blüschen oder T-Shirt rumlaufen, müsste man eigentlich vorher ahnen können.




Hinterher war ich dann noch mit meiner Mutter und der Patentante meiner Schwester in der Luise, heiße Schokolade trinken. Mit Sahne.

Wie gesagt, es war ein toller Sonntag.

Bei euch hoffentlich auch!?

Alles Liebe, Naomi

Samstag, 24. November 2012

Mitbringsel

Mein Vater hatte neulich beruflich in Tokyo zu tun.

Ich muss ja gestehen, dass ich Japan lange Zeit gar nicht viel abgewinnen konnte. Dieser ganze Manga-Cosplay-Hello-Kitty-Kram, dem diverse Freundinnen im Laufe der letzten Jahre mal mehr und mal weniger verfallen waren, konnte mich nie wirklich begeistern.

Dann sah ich zum ersten Mal "Lost in Translation" von Sofia Coppola und wenigstens einige Stunden danach hielt das vage Gefühl an, dass Tokyo vielleicht ja doch irgendwie ganz spannend sein könnte. Ähnlich ging es mir mit "Kirschblüten - Hanami" von Doris Dörrie. In beiden Filmen gefiel mir die Stimmung, das Fremde der anderen Kultur.

Als ich dann aber vor einigen Monaten die zweite Ausgabe der deutschen "Mollie makes" in den Händen hielt und darin den Bericht über das "Material-Paradies" und die "Nippori Fashion Town" (hier gibts tolle Bilder) in Tokyo las, wäre ich am liebsten auf der Stelle in ein Flugzeug gestiegen.

Ging leider nicht. Und der Drang war auch schnell wieder unterdrückt, als ich mich meiner letzten Flugerfahrung besann. Doch manchmal ergeben sich im Leben ja durch Zufall Gelegenheiten, die man einfach nicht unbeachtet vorbeiziehen lassen kann. Wie gesagt: Mein Vater hatte neulich beruflich in Tokyo zu tun, dazu noch einen halben Tag frei, zwischen Ankunft und erstem Termin...

Das Ergebnis dieser für mich äußerst glücklichen Fügung, - mit dem ich sehr zufrieden bin, auch wenn mein Vater meint, er habe sich gefühlt, wie ein Analphabet in einer Staße voller Antiquariate - könnt ihr jetzt bewundern. Sehr ausgiebig, denn ich habe mich heute endlich doch mal wieder getraut, den Autofokus auszuschalten und war so begeistert, dass es einigermaßen funktioniert hat, dass ich mich zwischen den Bildern leider nur schwer (oder gar nicht) entscheiden konnte. Ich hoffe, ihr seht es mir nach.

















Ich bin gespannt, wie lange ich brauche, um den Mut zum Anschneiden aufzubringen. Eigentlich ist das völlig schwachsinnig, schließlich geht der Stoff dadurch ja nicht verloren, sondern nimmt nur eine andere Form an. Trotzdem habe ich damit immer meine Schwierigkeiten.

Überraschenderweise hat sich übrigens auch folgende Madame heute mal ablichten lassen (wobei das Licht da schon wieder fast weg war... Liebe Sonne, komm bald wieder!), sogar fast freiwillig. Mit der passenden Bestechung setzt Hund sich sogar mit Freude direkt vor die Linse (am liebsten gaaanz dicht) - guckt dafür aber etwas dümmlich weil gierig. Na ja, wir haben ja alle unsere Schwächen.

Salut!

Dabei fällt mir ein: Irgendwann demnächst muss die Gute gleich auch noch mal nach draußen - wo es schon seit über einer Stunde stockfinster ist. Schlimm.
Aber wenn ich richtig rieche, rieche ich Kuchen. Man muss sich eben nur zu helfen wissen. Und Kuchen hilft immer!
Einen schönen Restsamstag allerseits!

Alles Liebe, Naomi

Mittwoch, 21. November 2012

Ein ganz gewöhnlicher Dienstag

...war das gestern.
Bis auf den Nebel - noch immer, als säßen wir alle unter einer riesigen Käseglocke. Irgendwie total eigenartig. Ich habe das Gefühl, ganz verschwommen zu sehen. Wie unter Wasser gucken.

Trotzdem hab ich nebenbei ab und an den Auslöser meiner kleinen Kamera betätigt, damit ihr ein mal bisschen und wenigstens ausschnittsweise (wenngleich auch sehr lückenhaft und in qualitativer Hinsicht mit viel Luft nach oben) sehen könnt, was das Fräulein so jeden Tag treibt.   
Im Grunde die 12 von 12-Idee. Den hab ich ja diesen Monat - mal wieder - verschwitzt, also hier quasi ein "9 von 20". Oder wie auch immer.

Schweinehund liegt tot inner Ecke, ha! (Bitte applaudieren Sie jetzt.)

Nach dem Schweinehund kam Brian, der liebste Frühstückskumpan: "Dog save the Queen!" (die gestern übrigens 65. Hochzeitstag gefeiert hat! Fünfundsechzig! Ist das zu fassen?!)

Bürofensteraussicht. Bisschen trist.

Gegenmaßnahme No. 1: ein Textmarkerregenbogen!

Gegenmaßnahme No. 2: Hübsch pink, nicht wahr?

Das wurde ein Mittagessen. Ich bin noch immer ganz begeistert, dass mein Frischkäse nicht über Nacht aus dem Büroküchenkühlschrank verschwunden ist. Es gibt da nämlich so ein kleines Bermudadreieck...

Dafür waren plötzlich alle Post-its weg. Umdann genauso plötzlich wieder aufzutauchen. Mysteriös.

Stasichic.

Und das meinte ich mit "unter Wasser". Alles verschwommen. (Natürlich mit Absicht...)
So, und nun habt einen schönen Mittwoch!

Alles Liebe, Naomi

Mittwoch, 14. November 2012

Warum der Baum das Grün in sich reinzieht

Interessante Frage, der meine Schwester mit ihrer Klasse gestern bei einem Ausflug in den Britzer Garten nachgegangen ist. Denn auch wenn zumindest bei uns in der Straße eine ganze Reihe Bäume schon über das Stadium der buntwerdenden Blätter hinaus sind und sich selbiger mittlerweile vollständig entledigt haben, findet das ganze Spektakel findet ja jedes Jahr wieder statt, also kann man das Wissen gut fürs nächste Jahr aufheben. Damit es bis dahin nicht verloren geht, wurden als Hausaufgabe Berichte verfasst. Sehr putzig formuliert.


Er will es also nicht wegschmeißen. Schlauer Baum.
Ich bin mir gar nicht sicher, ob wir sowas in der vierten Klasse auch gelernt haben. Erinnern kann ich mich jedenfalls nicht daran.
 
Auch für mich steht für mich diese Woche übrigens Lernen auf dem Programm, denn das erste der für alle Freiwilligen pflichtmäßig zu besuchende Seminar findet gerade statt. Zum Glück in Berlin, sodass ich in meinem eigenen Bett schlafen kann. Nachdem wir letzte Woche bei der Arbeit nämlich gleich drei (genau genommen sogar fünf) große Veranstaltungen hintereinander hatten, schleppe ich noch immer Erschöpfung, Halskratzen und die noch nicht ganz ausgebrochene, aber quasi unter der Oberfläche brodelde Erkältung mit. Umso mehr freue ich mich, dass mir die paar Nächte in irgendeiner brandenburgischen Jugendherberge, -tagungs- oder -begegnungstätte erspart bleiben.
Montag ging es im Seminar noch vor allem ums Kennenlernen, seit gestern Mittag arbeiten wir nun für den Rest der Woche in unterschiedlichen Werkstätten, für die man sich im Vorfeld in eine Liste eintragen musste.
Ich bin bei "Öffentlichkeitsarbeit/Web 2.0" gelandet. Bis jetzt schon mal sehr interessant, auch wenn ich gestern Abend dann doch ganz schön geschafft war.

Aber zum Glück ist es ist ja bald Wochenende. Oder jedenfalls fast.

Alles Liebe, Naomi
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