Dienstag, 29. Januar 2013

Beep-beep! {Creadienstag}

Die meisten Dinge ergeben sich ja dadurch, dass verschiedene Umstände zu einer bestimmten Zeit aufeinandertreffen. Als Beispiel: Wenn man auf dem Weg ins Badezimmer zufällig das Linolschnittwerkzeug wiederfindet, außerdem ein bisschen Zeit hat bzw. dringend eine Beschäftigung sucht, weil man sich nämlich davor drückt, gewisse angefangene Projekte aus ihrem UFO-Dasein zu erlösen , und dann beim ziellosen Internetsurfen (nach wie vor eine bewährte Prokrastinations-Methode) plötzlich auch noch die Liebe zu Robotern neu erblüht, dann kommt eventuell sowas dabei raus:


Ich habe mal wieder Stempel geschnitzt.
Häufig sind solche spontanen Aktionen ja nicht gerade von Erfolg gekrönt. In diesem Fall bin ich aber voll und ganz zufrieden mit den Resultaten.



Von der Antennenspitze bis zur "Sohle" messen die kleinen Freunde nur dreieinhalb Zentimeter, sind also im wahrsten Sinne des Wortes klein. Dementsprechend friemelig war es dann zuweilen auch beim Schnitzen.

Umso begeisterter bin ich nun davon, wie gut die Details doch herausgekommen sind. Vor allem bei den Pupillen hatte ich Bedenken. Hier zum Vergleich mal die Bleistiftskizze, die ich auf den Gummiblock übertragen hatte.


Leider waren plötzlich sämtliche Stempelkissen verschollen - bis auf zwei rote. Aber selbst das konnte meine Freude dann nicht mehr trüben und außerdem finde ich, machen sie sich eigentlich ganz nett auf den Abiüberbleibsel-Karteikarten. 

So, und nun reihe ich mich mit den lieben Kleinen ein in die Reihe der Dienstagskreativen - und wünsche euch noch einen schönen Tag!

Alles Liebe, Naomi

P.S.: Ein beep-beep-hurra! entfleucht mir ja regelmäßig, wenn ich entdecke, dass sich neue Leser eingetragen haben - diesmal Crazy Claudi und Ortrun Olmberger vom Blog Dekoratia. Ich freu mich, dass ihr mitlest!

Montag, 28. Januar 2013

UFO-Angriff: 2. Zwischenstand

So, gleich vorweg, damit sich niemand wundert und denkt er (bzw. sie) hätte vielleicht den 1. Zwischenstand verpasst, muss ich wohl eingestehen, dass es einen solchen überhaupt nicht gab.

Kurze Zeit hatte ich gar erwogen, diese Schmach, mein Schwänzen vergangenen Montag, einfach totzuschweigen, aber das macht es ja auch nicht besser.
Die Wahrheit ist oder war nun einmal, dass ich in der vorletzten Woche so gut wie gar nicht weitergekommen bin, weder mit meinen UFOs, noch mit irgendwas sonst. (Außer mit der Häkeldecke, der ich aber, anstatt wie eigentlich vorgesehen endlich die Fäden zu vernähen, noch ein paar Streifen dazu gehäkelt habe...)
Die Schuld daran gebe ich einer gewissen Frühjahrsmüdigkeit, die zwar für mein Empfinden ein bisschen sehr früh im Jahr kommt - aber wat willste machen?

Zwischendurch hatte mich sogar schon der Zweifel gepackt, ob es überhaupt so eine gute Idee war, diese ganze UFO-Sache. Denn nicht nur hatte ich das Gefühl, dass nicht mal das mir hilft, meine vermutlich ohnehin eher geringen Bestände an Selbstdisziplin zusammenzukratzen, sondern es hat mich auch zunehmend frustriert, bei den anderen nicht in dem Maße zum Mitlesen und Kommentieren zu kommen, wie ich es gerne würde. Schließlich ist das doch auch teilweise der Sinn solch einer Gruppenaktion, oder sollte es wenigstens sein - die gegenseitige Anfeuerung.

Bis gestern ging es mir so, dass ich schon beinahe alles hinschmeißen wollte. Bis ich gemerkt habe, dass es mir doch hilft, einen festen Termin zu haben und den "Druck", ein Ergebnis vorzeigen oder einen Erfolg vermelden zu "müssen", weil ich Menschen von meinen Plänen berichtet habe.

Denn ohne all das, ohne das schlechte Gewissen von letzter Woche im Nacken, ohne den dadurch zwangsläufig sehr dringenden Wunsch, heute nicht wieder mit leeren Händen dazustehen und, zugegeben, vielleicht auch ohne die Herren Moor und Scheck, wäre ich gestern Abend mit Sicherheit früher ins Bett gegangen und könnte nicht dieses Bild zeigen:

Mein Triumph für diese Woche: Ich habe alle Fäden meiner Ripple-Decke vernäht!

Auch wenn ich beim letzten dann fast ein bisschen traurig war - immerhin war es ja quasi das Ende einer Ära -, jetzt bin ich einfach nur froh und erleichtert, es endlich hinter mich gebracht zu haben.

Für die kommende Woche ist mein Ziel nun, die Decke fertig zu machen. Eine nun doch recht überschaubare Aufgabe, aber lieber ist mir immer noch ein Vorwärtskommen in nur kleinen Schritten, als die "Angst" vor dem ganzen langen Weg und daraus resultierender Stillstand bzw. endlose Prokrastination (wobei da auch ganz nette Dinge bei rauskommen könnten - zeig ich euch morgen mal). Oder wie seht ihr das?

Mehr UFOs (oder vielleicht auch nicht-mehr-UFOs) gibt es auf alle Fälle hier bei Hella/Miss Margerite - dafür an dieser Stelle wieder einmal herzlichen Dank!

Und nun habt noch einen schönen Abend!

Alles Liebe, Naomi

Samstag, 26. Januar 2013

weiß

Das ist das Januar-Thema der neuen Ganzjahres-Fotoaktion der Damen Mülli und Hoppenstedt, "Colour me happy!". (bei mir immer mit "ou" - aus Überzeugung und weil es anders für meine Augen eben irgendwie falsch aussieht.)

Vorsätze, so von wegen "immer mitmachen - ist ja schließlich nur einmal im Monat" spare ich mir hierbei diesmal. Hilft nämlich eh nix.

Hier also mein Weiß:

Blick auf die Krumme Lanke an Heiligabendvormittag
 
Und da mir im Augenblick nicht mal was halbwegs Schlaues einfällt, ich schon seit drei Tagen fiese Kopfschmerzen habe und auch sonst alles gerade irgendwie ein bisschen bmäh! ist, gilt das mit dem Sparen heute auch für Worte.

Aber ein noch schönes Wochenende, das wünsch ich euch.

Alles Liebe, Naomi

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Alle anderen Beiträge gibt es hier zu sehen.

Montag, 14. Januar 2013

UFO-Angriff 2013: Mein Angriffsplan und die ausgesetzte Belohnung

First things first - das ist in diesem Fall ein riesiges Dankeschön für die vielen lieben Kommentare zu meinen UFOs! Ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut, auch über eure Tipps, Ratschläge und Anregungen (und natürlich Anfeuerungen).
Umso größer ist nun mein schlechtes Gewissen, denn dieser Post wird vermutlich entsetzlich unorganisiert - dafür entschuldige ich mich schon mal im Voraus. Da das aber in der letzten Woche auch auf mich zutraf, ist es vielleicht gar nicht so schlimm. Ein Abbild der Wirklichkeit eben.

Damit trotzdem was einigermaßen Lesbares bei rumkommt, werde ich mich also ein bisschen an Hellas Fragen entlanghangeln. Die lauten für den heutigen Tag, also für Runde 2 des UFO-Angriffs 2013, so:
  • Wie sieht mein Schlachtplan aus? Möchte ich alle UFOs angehen, erst einmal nur bestimmte UFOs und dann weitersehen oder mindestens UFO x, y und z?
  • Welches UFO nehme ich mir zuerst vor?
  • Meine Belohnung: Wenn ich mein Ziel erreiche, dann gönne ich mir etwas Schönes, und zwar... (z. B. meinen aktuellen Traumstoff, eine entspannende Wellnessbehandlung, eine neue Frisur, ein schönes Buch, einen Kochabend, einen Ausflug...
Zur Erinnerung: Das sind sie, meine UFOs...

Details könnt ihr hier nachlesen.
Nun denn:

Stichwort Schlachtplan: Ich muss gestehen, dass nichts geworden ist aus meinen ambitionierten Listen und Zeitplänen, von hinten bis vorne durchgeplant, bis in die kleinste Minute und - natürlich - colour-coded. Eigentlich stehe ich nämlich auf sowas, aber ich sagte es ja bereits: Die letzte Woche war einfach ein bisschen chaotisch und nebenbei auch noch träge. Es gibt also keinen Plan. Beziehungsweise ständig einen neuen. Entscheidungen sind ja nicht so meine Stärke.

Die Frage danach, welches UFO denn nun zuerst "dran" sein soll, ist demnach ebenfalls noch nicht endgültig entschieden. Derzeit würde ich es gerade gut finden, in dieser Woche endlich FOTObella (die mich heute schon wieder fremdbegurtet begleiten musste - armes Ding!) und die Supahero-Leine für Suparosel fertig bekäme. Denn aller Trägheit zum Trotz habe ich es doch tatsächlich endlich geschafft, die fehlenden Karabinerhaken zu bestellen. Und bei der Gelegenheit dann auch gleich noch ein paar mehr, damit ich nicht demnächst wieder mit demselben Problem dasitze.

Für die Fertigstellung der Häkeldecke habe ich beschlossen, mir eines meiner Laster zunutze zu machen (neueste Sucht: das hier - aber da die gesamte Familie infiziert ist, kann ich mich prima damit rausreden, es sei genetisch ;)) und mir kein häkeldeckenfreies Fernsehen mehr zu erlauben, bis sie fertig ist.

Um den Rest mache ich mir dann Gedanken.

Selbiges gilt für die Belohnung. Denn ehrlich gesagt: Die größte für mich wäre, alle sechs Bildchen, die ihr oben sehen könnt, durchzukreuzen, mit dem Gefühl, es geschafft zu haben. Mehr fällt mir zumindest im Augenblick nicht ein.

Vielleicht ändert sich das ja noch, zum Beispiel, wenn ich mir durchlese, was sich meine Mit-UFO-Angreiferinnen so überlegt haben. Versammelt haben die sich hier bei Hella (Miss Margerite), die uns nicht nur ein bisschen Platz auf ihrem Blog für dieses Zusammentreffen zur Verfügung stellt, sondern auch die Idee hatte. Dafür ein weiteres Mal: Danke!

So, und nun verschwinde ich ins Bett. Gute Nacht, ihr Lieben!

Naomi


P.S.: Bevor ich es wieder so verschleppe... Herzlich Willkommen an meine neuen Leser Applytree, Marja vom schönen Blog Spielpause, "Nähprinzessin" Anne und Roseli Rosa! Ich freue mich sehr, dass ihr da seid!

Sonntag, 13. Januar 2013

12 von 12 {Januar}

Nachdem ich beim letzten Mal meine 12 Bilder vom 12. (darum geht es bei dieser Aktion nämlich) zur Abwechslung mal tatsächlich auch am 12. gepostet hatte, kehre ich nun im neuen Jahr zu alten Gewohnheiten zurück - und zeige euch meine Fotos mit einem Tag Verspätung. Aber besser spät als nie. Voilà!


Einer meiner Blog-Vorsätze für dieses Jahr ist, keinen 12. mehr zu verpassen, jedenfalls nicht aus Vergesslichkeit. Nachdem es mir dann Freitagabend aber doch fast so ergangen ist, habe ich vorsichtshalber ein paar Selbsterinnerungsmaßnahmen ergriffen: Kamera neben dem Bett und Zettelchen auf dem Nachttisch. Hat geholfen.


Ich liebe diese Marmelade - sowohl geschmacklich, als auch farblich. Zusammen mit denen hier...


... und ihrem fabelhaften Frühlingsduft hat sie mich zumindest ein bisschen mit dem Wetter versöhnen können, das ganz und gar nicht so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. (Und wie es, nebenbei bemerkt, auch angekündigt war! Also ehrlich jetzt, liebe Wettermenschen, unter kalt und klar stelle ich mir aber wirklich was anderes vor.)

Mittags bin ich dann mit meiner besten Freundin hierhin gefahren. Sie wollte da unbedingt hin und hat mich mit dem großen Angebot an Kitsch gelockt - leider bin ich, was das angeht, sehr wählerisch, und die meisten Sachen dort waren einfach unglaublich ramschig, hässlich, und dafür häufig noch nicht mal besonders günstig. Laut der Website soll man sich beim Gang durch die Hallen fühlen, wie nach Fernost versetzt. Aber um ganz ehrlich zu sein: Wenn es in Fernost so ist, dann will ich da nicht hin. 

Allein diese Luft - Plastikausdünstungen vermischt mit Zigarettenqualm und Essensgerüchen. Einfach nicht so meins, fürchte ich. So habe ich dann auch, als in einem der großen Lebensmittelgeschäfte dort auf einmal ein rbb-Kamerateam auf uns zu kam und wissen wollte, weshalb wir denn gerade hier so gerne einkaufen, meiner Freundin das Antworten überlassen...
 

Wobei der Lebensmittelladen gar nicht schlecht war. Ich schaue mir ja gerne die bunten Verpackungen und so was an.


Auch diesen Herrn trafen wir dort. Ohne Zweifel der schönste Bart an diesem Tag.

Später lief uns dann diese nette Hochzeitsgesellschaft über den Weg. Während das ältere Paar gleich in drei unterschiedlichen Ausführungen und die beiden Damen links im Bild zumindest in verschiedenen Größen zu erwerben war, haben wir uns ein bisschen darüber gewundert, dass es kein einziges schwules Pärchen gab. Entweder die haben sie nicht im Sortiment (aus welchen Gründen auch immer), oder aber sie waren alle schon weg.


Ein weiteres "Lieblingsstück":


Leider hab ich vergessen, die Uhr, die meine Freundin sich gekauft hat, zu fotografieren. Das hole ich vielleicht noch mal nach, denn die ist auch so ein Augenschmaus - herzförmig, pink, glitzernd, und in der Mitte steht "Missing you!". Wunderhübsch.

Relativ angetan war ich hingegen von den Lichtern auf dem Boden...


Die wechseln nämlich auch noch die Form, von Herzen über Kreise zu Sternen und dann immer so weiter. So sah jedes der gefühlten drei Dutzend Fotos, die ich davon gemacht habe, ein kleines bisschen anders aus.


Mehr als angetan war ich von diesem Schälchen - es durfte als einziges mit nach Hause.

Dort angekommen - halb nass vom Schnee (solcher, der nur so aussieht wie Schnee, aber eigentlich Regen ist) - bin ich dann endlich dazu gekommen, diesen einen ZEIT-Artikel hierüber zu lesen. Das wollte ich schon seit Tagen.


Höchst interessant. Und ziemlich dicht an der Wahrheit, wenn ihr mich fragt.

Danach gab es noch ein sehr kurzes Käsefondue.



Sehr kurz, weil ich 1. kein sonderlich großer Fan bin, und 2. noch was vor hatte. Zwei andere Freundinnen wollten mir nämlich die Fotos ihrer Reise durch Südostasien - und das war dann auch noch richtig nett. So nett, dass ich gar nicht mehr dazu gekommen bin, irgendwelche weiteren Bilder zu machen. Und schwupps, war dann der 12. auch schon wieder vorbei.

Danke fürs Vorbeischauen und Bilder ansehen! Und ein besonderer Dank geht - wie immer - an Frau Kännchen, die - wie immer - die Liste aller 12-von-12-Mitmacher hat.

Kommt gut in die neue Woche - ich für meinen Teil hoffe, sie wird ein bisschen weniger lahmarsch*g, als die letzte... ;)

Alle Liebe, Naomi

Montag, 7. Januar 2013

Attacke! {UFO-Angriff 2013}

Also bei mir ist das so: Ich liebe den Herbst, finde es wunderbar, wenn es draußen kälter und drinnen gemütlicher wird. Und ich liebe Weihnachten, sehr sogar. Sobald aber die Feiertage vorbei sind, allerallerspätestens also mit Beginn des neuen Jahres, reicht es mir dann auch mit dem ganzen Rot-und-Gold-und-Trallala, mit Feiern, Festessen und dem ganzen Kram. Nicht selten habe ich dann das Bedürfnis auf der Stelle alle Dekoration schleunigst verschwinden zu lassen, altes abzuschütteln, auszusortieren und aufzuräumen. Und dann kann von mir aus auch gleich, also sofort (soll heißen: genau jetzt), der Frühling kommen.

Aber machen wir uns nichts vor. Auch wenn die momentane Wetter-Situation durchaus hoffen lässt, wird der Winter sich bestimmt noch mal blicken lassen. Da ich mir aber irgendwann mal vorgenommen habe, aus allem das beste zu machen, habe ich nun beschlossen, dass mir das gar nicht so ungelegen kommen soll.
Immerhin bleibt so noch ein bisschen Zeit, sich von "Altlasten" zu befreien - irgendwann Angefangenes, das irgendwie nie fertig wurde. Lauter unfertige Objekte, kurz: UFOs.

Manches liegt schon länger, anderes wurden erst vor wenigen Wochen in einem spontanen Anfall von Schaffenslaune begonnen. Manches würde vielleicht nie das UFO-Stadium überwinden (irgendwie schade), wenn nicht Rettung nahen würde - denn Hella (Miss Margerite) kam vor einigen Wochen mit der fabelhaften Idee um die Ecke, all die Jahresanfangsenergie zu nutzen, um den UFO-Stapeln, -Hügeln und -Gebirgen (ganz so schlimm ist es bei mir zum Glück nicht) den Kampf anzusagen.


Obwohl ich eine gewisse Scheu gegenüber solch "langfristigen" Verpflichtungen nicht leugnen kann, war ich in diesem Fall sofort begeistert und zum Mitmachen bereit. Schließlich weiß ich doch, wie sehr mir ein wenig Druck bzw. ein kleiner (virtueller) Tritt in den Allerwertesten oft hilft. So hoffe ich nun, dass ich am 18.02., also am letzten der insgesamt sieben Montagstermine, von der Vollendung möglichst vieler meiner UFOs (dann hoffentlich FOs = fertige Objekte) berichten können werde. Ich bin gespannt.

Heute lautet das Motto aber erst einmal: "Alle meine UFOs". Selbst wenn ich das Gefühl, welche vergessen zu haben, nicht abschütteln kann, kommt hier nun meine Liste:


UFO No.1 - Hundeleine
Fangen wir mal klein an - denn eigentlich ist das hier wirklich eine Kleinigkeit. Aus unerfindlichen Gründen dann aber offenbar doch nicht.
Die erste Leine für Rosine kennt ihr ja schon. Irgendwie auf den Geschmack gekommen, weil es nämlich, sobald ich mich dann mal hingesetzt hatte, so schön schnell fertig war, wollte ich ihr ein zweites Set nähen. Mit Supahero-Webband, für kleine Heldenhunde. Oder auch für ein bisschen mehr Mut...
Das Halsband ist schon seit Mitte November fertig. Selbiges könnte auch für die Leine gelten. Könnte - denn dazu müsste ich mal den Hintern hochkriegen und fünf Minuten in die Bestellung neuer Karabinerhaken investieren. Dazu weitere zehn Minuten zum Zusammennähen. Wie gesagt: Eigentlich wirklich ein Klacks. Eigentlich.


UFO No.2 - ein Leinen-Kreuzstich-Rotkehlchen-Kissen
Von diesem Kissen hatte ich irgendwann mal sehr plötzlich eine sehr präzise Vorstellung. Manchmal finde ich es nützlich, genau zu wissen, wie etwas aussehen soll. Denn es gibt schließlich kaum etwas zermürbenderes als die endlose Suche nach irgendetwas, von dem man gar nicht so genau weiß, was es eigentlich ist.
Es kann aber auch hinderlich sein, ein allzu genaues Bild zu haben. Bei mir hält sich in solchen Fällen jedenfalls die Kompromissbereitschaft meist stark in Grenzen, sodass ich dann ebenso eine gefühlte Ewigkeit mit Suchen verbringe.
Das ist auch der Grund, weshalb das Kissen nicht längst fertig ist. Beinahe hätte ich es vor ein paar Wochen schon aufgegeben. Es war nämlich einfach umöglich, den richtigen Leinenstoff zu finden. Einen, der genau die Farbe und die Struktur hat, die mir vorschwebte. Wie es in derlei Fällen so häufig passiert, stolperte ich dann vor kurzem ganz zufällig darüber, bei einem nur-mal-eben-kurz-Blick in eine Restkiste warf. (In Wirklichkeit ist er allerdings ein bisschen heller, als auf dem Foto.)
Durch diesen späten "Erfolg" habe ich nun auch wieder frischen Mut geschöpft, doch noch mal nach den richtigen Stickgarnfarben für das Rotkehlchen zu suchen. Bislang gab es nämlich - egal wo ich hinkam - immer nur zu grünlich, zu bräunlich, zu gräulich, zu hell, zu dunkel und so weiter und so fort.
Mal sehen, was das noch wird.


UFO No.3 - (in ferner Zukunft mal) ein Quilt aus selbstbedruckten Stoffen
Zu meinem Geburtstag im September habe ich dieses Buch bekommen. Kurz zuvor hatte ich mir vorgenommen, mich - sobald mein derzeitiges Decken-Großprojekt (siehe UFO No.6) beendet wäre - an einen Quilt zu wagen. Beim Durchblättern des Buches schoss mir dann der Gedanke durch den Kopf, dass es doch eigentlich ziemlich cool wäre, einen Quilt nur aus selbstbedruckten Stoffen zu nähen. Und zwar am besten komplett von Hand.
Letzteres habe inzwischen wieder verworfen (jedenfalls das "komplett"), an sich gefällt mir die Idee jedoch nach wie vor. Irgenwann habe ich dann in einem Eiferkeitsanfall mal nach der Arbeit einen Abstecher  in die schwedische Exklave gemacht und fünf Meter von diesem naturfarbenen Baumwollstoff gekauft, den es dort für einen Euro den Meter gibt (jedenfalls, wenn man zur Familie gehört...).
Der ließ sich dann unheimlich schwer am Stück bügeln (erinnert sich jemand?), zerschneiden wollte ich ihn aber noch nicht, weil ich noch nicht so richtig wusste, wie ich das ganze angehen soll und mir darum alle Möglichkeiten offenhalten wollte. Irgendwann habe ich dann - todesmutig - einen halben Meter abgeschnitten, um ihn mit einem dieser Bleistiftenden-Radiergummis zu bestempeln. Auch, um mal diese Stoffstempelkissen auszuprobieren.
Dass das ganz schön lange dauern würde, hatte ich vermutet. Trotzdem hat mich die Wirklichkeit dann etwas überrascht - und erschöpft. Und gelangweilt. Denn die geistige Herausforderung hält sich beim stundenlangen Punkt für Punkt nebeneinander auf den Stoff Drücken doch in Grenzen. So habe ich es erstmal gelassen und nach der Hälfte des halben Meters aufgehört.
An dem Plan an sich möchte ich aber noch immer festhalten. Ihn während dieser UFO-Attacke vollständig umzusetzen liegt jedoch völlig außerhalb des Möglichen, da mache ich mir keine Illusionen. Darum werde ich mir bis zum nächsten Mal erst einmal nur Gedanken machen, wie weit ich in den kommenden Wochen mit dieser Sache überhaupt weiterkommen könnte.


UFO No.4 - Fotobella, Fotobella...
Diese Tasche verfolgt mich nun schon seit gut einem halben Jahr. Irgendwie war das Nähen von Anfang an mit Schwierigkeiten verbunden, allerdings gar nicht unbedingt das Nähen selber. Eher das Drumherum. Bereits der Stoffkauf geriet zur Odyssee. Pünktlich zum Urlaub sollte sie dann fertig sein. Das wurde sie auch, allerdings nur fast. Denn für den Gurt reichten dann Zeit und Stoff nicht so richtig und auch den Einsatz, das Teil also, in das die Kamera gelegt wird, schaffte ich nicht mehr rechtzeitig. So blieb die Tasche zuhause, stattdessen fuhr die neue Kamera in der alten Kameratasche meiner Eltern mit mir und meiner Oma in den wohl unterhaltsamsten Urlaub meines Lebens.
Und was soll ich sagen? Danach war irgendwie die Luft raus. Ohne den nahenden Urlaub fehlte mir irgendwie die Motivation, mich an die Nähmaschine zu setzen. Dass die Tasche mit einem von einer anderen Tasche geliehenen Gurt trotzdem einsatzfähig war, hat, wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, auch nicht unbedingt geholfen. (Hier war sie sogar schon mal kurz im Bild.)
So blieb sie in dem Zustand, in dem ich sie in der Nacht vor der Abreise beiseite gelegt hatte - bis heute. Und das, obwohl es sich auch hierbei eigentlich nur um wenige Nähte handelt, die UFOtobella davon trennen, endlich zu FOtobella zu werden.  
(Für dieses ultra-raffinierte Wortspiel erwarte ich übrigens mindestens grenzenlose Bewunderung, nur damit ihr Bescheid wisst.)

UFO No.5 - Urshult
Eine spontane Donnerstagabend-Aktion, bei der ich mir nicht sicher bin, ob sie eine gute Idee war, die andererseits aber schon zu weit vorangeschritten ist, um sie noch abzubrechen. 
Auf den Urshult-Taschenschnitt von Farbenmix hatte ich schon seit längerem ein Auge geworfen, irgendwann habe ich ihn dann einfach bestellt. Dazu kamen ein Reststück brauner Babycord von meiner Computertasche, ein bisschen Osh.kosh-igen Streifenjeansstoff, aus dem ich eine Valeska genäht habe, sowie ein Stück dieses geblümten Ik.ea-Stoffes, den ich noch im Schrank liegen hatte. Ein so gut wie eindeutiges Zeichen dafür, dass ich ihn mal gekauft haben muss. Da ich trotz intensiver Bemühungen nicht mehr rekonstruieren konnte, was ich mir damals dabei gedacht hatte, konnte ich ihn ebenso gut fürs Futter verwenden.
Irgendwie landete dann noch Frau Pimpis Gaston auf der einen Taschenklappe, gewissermaßen in der Hawaiihemd-Edition (Aloha!). Leider ist der arme Kerl bis heute augen- und auch ein bisschen nasenlos. Dummerweise müssen dieses Problem gelöst werden (sticken? Knopf drauf?), bevor ich die restlichen Teile zusammennähen kann.
Ach so: Außerdem habe ich damals beim Zuschneiden den Mittelstreifen vergessen und da ich Zuschneiden eine ganz grässliche Aufgabe finde, die mich immer einiges an Überwindung kostet, habe ich mich bislang davor gedrückt, dieses Versäumnis nachzuholen. Aber angesichts der Tatsache, dass dem Tier ja bis heute mehrere Sinnesorgane fehlen, ist das auch irgendwie zweitrangig - dennoch, es wäre zu schön, auch das von meiner Liste streichen zu können...
UFO No.6 - Die Ripple-Decke
Last but not least - das gilt hier wirklich. Durch die Ripple-Decke bzw. durch Monikas Anleitung und ihren Blog bin ich damals überhaupt erst ans Bloggen geraten.Am 2. Oktober 2011 habe ich dann mit der Decke angefangen und bin anfangs auch in derart rasantem Tempo voran gekommen, dass ich schon zu hoffen wagte, sie vielleicht bis Weihnachten (2011) fertig zu schaffen.
Dann kam aber im Dezember alles anders. Der nahende Abgabetermin für meine schriftliche Arbeit für die fünfte Prüfungskomponente im Abitur brachte mich ziemlich in Bedrängnis, um den Schlaf und an den Rande meiner Kräfte. Ich war so unglaublich erschöpft.
Anfang des Jahres habe ich mich dann so langsam wieder berappelt, nur in meine Häkel-Routine habe ich nicht mehr so richtig zurückgefunden. Trotzdem war auch der letzte Streifen irgendwann um Ostern herum fertig gehäkelt. Seitdem herrscht allerdings Stillstand. Ab und an nehme ich mir vor, nun endlich mal die vielen Fäden zu vernähen, aber so richtig weit komme ich dabei nie.
Immer wieder denke ich: Eine Woche jeden Abend, dann ist es endlich geschafft. So schwer kann das doch gar nicht sein. Aber irgendwie ist es das doch.
Wenn das Ergebnis dieser UFO-Attacke am 18. Februar für mich nur darin bestünde, diese Decke fertig bekommen zu haben, hätte es sich für mich schon gelohnt. 

* * *

So, das war nun reichlich Text. Genug für heute, denke ich. Für mich geht es jetzt daran, mir einen "Schlachtplan" zu überlegen und vielleicht schon mal die ein oder andere Kleinigkeit zu erledigen. Steter Tropfen höhlt den Stein.Wie weit ich dann letztlich komme, ist gar nicht so ungeheuer wichtig. Mir geht es vor allem darum, überhaupt endlich anzufangen.

Vorher werde ich mir aber noch mal ansehen, was meine Mitstreiterinnen sich so vorgenommen haben. Hella sammelt die Links hier - dafür, wie auch für die Idee und die gesamte Organisation ganz lieben Dank!

Und nun: Attacke! - und euch einen guten Start in die Woche!


Alles Liebe, Naomi
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