Sonntag, 16. Juni 2013

12 von 12 {Juni} - nachgereicht

Das analoge Leben hat mich derzeit fest im Griff. Die vergangene Woche hatte es ganz besonders in sich und fühlte sich ein bisschen an wie mit dem Surfboard auf einer Adrenalinwelle - oder zumindest so, wie ich mir das vorstellen würde. Dabei nicht das Gleichgewicht zu verlieren kann bisweilen eine ganz schöne Herausforderung sein. Vor allen Dingen, wenn kaum Zeit für irgendwas bleibt. Irgendwas - darunter fällt dann auch Blogs lesen, kommentieren und selber bloggen natürlich erst recht.
So bin ich auch die ganzen letzten Tage nie dazu gekommen, endlich meine zwölf Bilder vom 12. zu posten. Gemacht habe ich sie aber und das soll ja nicht umsonst gewesen sein.


Mit Morgensonne von rechts das erste Foto des Tages geschossen. (Im Bademantel).


Am Dienstag wurde hier Geburtstag gefeiert. Nicht meiner, aber beim Frühstück den Platz mit einem der Geschenke teilen durfte ich trotzdem. Links im Bild: Die untere/schokoladige Hälfte eines Reststücks Marmor-Geburtstags-Guglhupf.


Neben den Tram-Gleisen. Diese roten Tupfer überall finde ich einfach wunderbar, dabei dachte ich vor einem Monat noch, dass ich nie darüber hinwegkommen würde, dass der Flieder irgendwann verblüht... Wie gut, dass ich mich da getäuscht habe.


Wer sich da wohl (bewusst oder versehentlich) verewigt hat...? Das frage ich mich jedes Mal, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit an der Stelle vorbeikomme.


Bürochaos, ungeschönt. Allerdings nur ein winziger Ausschnitt, der das ganze Ausmaß nicht einmal im Entferntesten wiederzugeben vermag.

Dummerweise hatte ich am Abend vorher (des Geburtstags wegen) nicht mehr dran gedacht, den Kamera-Akku aufzuladen, weshalb der Tag ab hier eine mehrstündige Lücke hat. In Wirklichkeit war die unter anderem gefüllt mit ein paar netten Unterhaltungen, der Entdeckung eines Möchtegern-Einschusslochs unbekannter Herkunft, einem Gerücht (das sich inzwischen als nicht-Gerücht herausgestellt hat und bei mir nach wie vor einen Dauerkopfschüttel-Reflex auslöst), einem spontanen Kaffeepäuschen mit zwei netten Herren, meiner ersten Autofahrt mit einem im Auto rauchenden Raucher seit... - ich glaube überhaupt -, sowie meinem recht überraschenden weil völlig ungeplanten Beitritt zu einem Verein.

Um mich von der damit verbundenen Überrumpelung zu kurieren bin ich nicht direkt in die U-Bahn gestiegen sondern noch ein Stück die Leipziger Straße entlang gelaufen. Auch, weil mir aufgrund des Akku-Dilemmas noch Bilder fehlten...


Darüber hinaus war der Weg am Finanzministerium vorbei zugegebenermaßen nicht ganz unbewusst gewählt. Dass sich am Montag die Niederschlagung des Volksaufstands in der DDR am 17. Juni 1953 zum 60. Mal jährt, hat nämlich eine Menge damit zu tun, dass ich gerade zu so wenig anderem komme. 
Am Sonntag, sprich: heute, werden hier vor dem damaligen "Haus der Ministerien", vor dem sich 1953 tausende Demonstranten versammelten, zahlreiche Gedenkveranstaltungen stattfinden. Am Dienstagabend war alles noch ganz ruhig...




Da ich ja den Tag über vorwiegend sitze und die Stimmung gerade so schön war, bin ich entgegen meines ursprünglichen Plans nicht am Potsdamer Platz in den Bus gestiegen, sondern noch vorbei an Philharmonie und Kulturforum bis zur Neuen Nationalgalerie marschiert. Heute, also ein paar unheimlich schlauchende Tage später, kann ich mir das zwar kaum noch vorstellen, aber am Dienstag fand ich's tatsächlich ziemlich schön und entspannend. Ich gehe ja sowieso äußerst gerne mit mir selber spazieren.




Schließlich ein Feierabendbierchen - sofern man hier noch von Bier sprechen kann - und dann war's dit jewesen. Zumindest für diesen Tag.

Die ganze Sammlung aller 12 von 12 gibt's wie immer bei Frau Kännchen.

So, nun hoffe ich, dass blogtechnisch auch wieder bessere Zeiten kommen, vielleicht ja schon nächste Woche. Bis dahin wünsche ich euch erst mal einen schönen Sonntag!

Alles Liebe, Naomi

Sonntag, 9. Juni 2013

Dog Day(s)

Nun will ich mich hier endlich mal wieder blicken lassen nach diesen fast-schon-Hundstagen vergangene Woche. Zwar haben wir weder Juli noch August, aber ganz schön knallig heiß war es in Berlin in den vergangenen Tagen auch so. 

Überraschenderweise fand ich's super - dabei bin ich sonst eigentlich keine große Freundin von Hitze. Schwitzen finde ich immer furchtbar unangenehm und solche Tage, an denen man bereits morgens, nach dem einen die menschenvolle S-Bahn wieder ausgespuckt hat und der Arbeitsplatz noch nicht einmal ganz erreicht ist, am liebsten schon wieder unter die Dusche hüpfen würde, sind mir ein Graus. Aber so, wie es war, war es gut. Zum Glück, denn in Tagen wie diesen, wenn anderwo Menschen gegen das Hochwasser und um ihre Häuser, Besitztümer und manchmal sogar ihr Leben kämpfen, wäre eine Nörgelei über zu schönes Wetter auch ziemlich unangemessen gewesen.

So hat mich der Sonnenschein dann jedenfalls auch das Bloggen noch ein wenig mehr schleifen und die momentan ohnehin in äußerst geringen Maßen vorhandene Freizeit anderweitig genießen lassen. Mir passiert es dann immer wieder, dass hier plötzlich eine gewisse Stille entsteht, die es dann dringend zu durchbrechen gilt, bevor ich mich zu sehr damit arrangiere. Darum nun heute auch dieser mehr oder weniger sinnfreie Post - nicht ganz allein um des postens willen, sondern eigentlich, um euch mitzuteilen, dass wir heute den Tag des Hundes haben (nur für den Fall, dass ihr das nicht ohnehin sowieso schon gewusst habt... :)


Habt sie also ganz besonders lieb heute. Auch wenn sie sich auf der Straße jedem x-beliebigen Passanten zur sofortigen Adoption anzubieten scheinen, während man selbst auf der Suche nach einer winzigen Zuneigungsbekundung (Hunde vergöttern ihre Herrchen - Pustekuchen!) gerne mal nicht mehr als den haarigen Hintern zu Gesicht bekommt (für dessen Bekraulung man aber wohlgemerkt gerade eben noch gut genug war. Dann halt nicht.)

Na ja, wahrscheinlich ist es nicht so gemeint.

Wer keinen eigenen Hund zuhause hat, kann sich ja vorrübergehend an diesem kleinen Freund hier erfreuen.

Ansonsten: Einen schönen Sonntagabend!

Naomi
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