Mittwoch, 5. Februar 2014

Beim Burger-Fräulein

Aus der beim letzten Mal angekündigten Gelb-Suche ist nichts geworden, oder jedenfalls nichts Vorzeigbares - da kamen mir diese vermaledeiten Prüfungen in die Quere. Wird also bei Gelegenheit, sprich: wenn der ganze Stress irgendwann endlich vorbei ist, nachgeholt.
Stattdessen freue ich mich heute mal über sonst eher zum Haareraufen verleitend hohe Anzahl an quasi-fertigen aber nie veröffentlichten Posts, die in meinem "Entwürfe"-Ordner langsam vor sich hingammeln. Immer wieder ärgerlich, wenn man Zeit und Arbeit investiert hat, aber es fehlt noch er letzte Schliff und ehe man sich versieht, hat das Ding irgendwie sein Haltbarkeitsdatum überschritten. Passiert euch das auch gelegentlich?

Manche aber machen sich glücklicherweise auch von der Wärmeplatte noch ganz gut und genau so einen serviere ich euch heute: Einen meiner letzten Ausflüge in Berlin vor meinem Umzug, garniert mit ein bisschen Vorgeschichte - kommt ihr mit?


Vor etwas über einem Jahr schrieb mir meine beste Freundin auf Facebook: "Oh Schreck. Ich war heute in Potsdam und der Burgerladen ist nicht mehr da."

Ein Schreck  - das war es damals tatsächlich, denn bei besagtem Burger-Restaurant handelte es sich - neben dem Käsekuchen-Café - um einen unserer persönlichen Meilensteine in der gastronomischen Landschaft der (auch deswegen) so gern und häufig besuchten Nachbarstadt.

Was sich zunächst durch hektisches Herumgegoogele zwar nicht widerlegen, aber immerhin auch noch nicht bestätigen ließ, wurde bei meinem nächsten Potsdam-Ausflug zur traurigen Gewissheit, als ich mich selbst davon überzeugen konnte musste: Alles leer und Schotten dicht. Nie wieder ein leckerer vegetarischer Burger mit gegrilltem Gemüse und Mozzarella. Und nie wieder ein BrandenBurger mit Spreewaldgürkchen und fruchtigem Werder-Ketchup (für Nicht-Vegetarier).

Die Trauer war groß und noch Monate später trug ich wehmütig das beinahe vollgestempelte Bonusheftchen im Portemonnaie herum und mit ihm die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung - irgendwie, irgendwo, irgendwann. Erst letzten Herbst habe ich mich schließlich doch von beidem verabschieden können. Heftchen und Hoffnung wanderten in den Papierkorb, denn letztere ... nun, die war plötzlich gar nicht mehr nötig.

Irgendwann gegen Ende des Sommers las ich nämlich irgendwo von "Fräulein Burger" und die Sterne kehrten an meinen persönlichen Burger-Himmel zurück (oder jedenfalls so ähnlich). Selbstverständlich musste dringend getestet werden, ob das Fräulein tatsächlich eine echte Alternative bieten würde und so machte ich mich kurz nach meinem Geburtstag mit ein paar Freundinnen zu einer kleinen Verkostungsexpedition auf nach Mitte, zum Koppenplatz. 


Einmal angekommen und vor der schönen karierten Wand Platz genommen, hatte diesmal nicht nur ich Schwierigkeiten, eine Auswahl zu treffen, trotz des eigentlich recht überschaubaren Angebots. Aber eigentlich ist ja ein Wort, das leicht in die Irre leitet... Nach viel hin und her habe ich mich am Ende für den "Monatsburger" entschieden, den es in der Version mit und mit ohne Fleisch gab. Beschämenderweise kann ich mich zwar gerade gar nicht mehr erinnern, was da nun eigentlich zwischen den Brötchenhälften lag, nur so viel weiß ich noch: Lecker war's!

Selbiges galt auch für die selbstgemachten Pommes und den super fruchtigen Ketchup aus richtigen Tomaten. Mit "richtigem" Fast Food à la McDo & Co. hat das am Ende natürlich nur noch entfernt zu tun, dafür ist beim Burger-Fräulein das Food dem Fast einfach zu eindeutig überlegen. Aber genau das ist ja das Schöne. Kurzum: Test bestanden!


Weil der Besuch dort definitv zum Mögen war und heute Mittwoch ist, reihe ich mich bei Vanessas Mmi ein - ansonsten sei euch eine schöne Restwoche gewünscht. (Solltet ihr über ein bisschen freie Zeit stolpern, genießt sie bitte für mich mit - und seid euch meines grenzenlosen Neids gewiss ;)).




2 Kommentare:

Martina hat gesagt…

Hihi, das mit den "vergammelten" Posts kenne ich...
Am liebsten würde ich online in die Burger beißen.
GlG, Martina
PS. Wie hast du dich in Bonn eingelebt?

Frollein Pfau hat gesagt…

Also, das mit den Entwürfen geht mir auch so. Die verschwinden dann irgendwann im Nirwana oder es werden Weihnachtssterne im Januar gepostet.

Burger & POMMES! Damit hast Du mich ja sofort! Und mit den schönen Fotos sowieso.

Ich sollte demnächst wohl mal wieder verreisen und dem Fräulein einen Besuch abstatten.

Liebe Grüße,
Vanessa

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Ihr Lieben,

ich danke euch für euren Besuch hier und freue mich über jeden Kommentar. Sehr. :)

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