Dienstag, 25. Februar 2014

Für Oma {Creadienstag}

Meine Oma feiert heute ihren 80. Geburtstag. In dem Alter hat man ja bereits einiges erlebt - gerade diese Generation.

Im Laufe eines Lebens sammeln sich dabei nicht nur die Erlebnisse, Geschichten und Erinnerungen, sondern wächst auch der Bestand an Zeuch eigentlich über das hinaus, was man tatsächlich benötigt.  

Was also schenken, wenn schon alles da ist? 

Was Persönliches. Und wohl kaum etwas ist persönlicher, als Selbstgemachtes, steckt darin doch immer Zeit und Liebe. Da kam die "Ladies' Night" im örtlichen Keramikbemalstübchen gerade recht. Als Mutter-Tochter-Kollaboration entstand dabei diese Schüssel - groß, aber nicht ganz so hochwandig und damit sowohl für Salat als auch für Obst bestens geeignet.


Außen farblich zumindest vage an ein weiteres Geschenk - eines der letzte Woche erwähnten Häkelprojekte - angelehnt, von dem ich es leider noch nicht geschafft habe, Fotos zu machen. Währenddessen im Innern: lots of dots. :)


Hat was Meditatives, wenn man da so Punkt für Punkt nebeneinander setzt. 

Besonders spannend finde ich jedes Mal den Moment, wenn man das fertige Objekt ein paar Tage später in den Händen hält und sehen kann, wie die Farben unter der Glasur und im gebrannten Zustand wirken. Vorher sah das Ganze nämlich so aus:


Nun bleibt nur noch abzuwarten, wie das Geschenk ankommt (zur Not hatten wir wenigstens einen schönen Abend). Erfahren werden wir das nämlich erst in ein paar Tagen, bei der großen Feier. Da dieses Internet für meine Oma aber nach wie vor ein Buch mit mindestens sechs Siegeln ist, besteht wohl keine Gefahr, wenn die Schüssel schon heute mein Beitrag zum Creadienstag ist. 

Einen fröhlichen solchen wünsche ich euch!




Dienstag, 18. Februar 2014

Der Eisbrecher-Schal {Creadienstag}

Ich kann nicht stricken - davon war ich über Jahre hinweg fest überzeugt. Bei meinem letzten Versuch, der nun auch schon ein gutes Jahrzehnt zurückliegt und seinerzeit einen Schal für eine Puppe meiner Schwester zum Ergebnis haben sollte, wurde nämlich alles so dermaßen krumm und schief, dass die streng perfektionistische Zehnjährige, die ich damals war, entschied: Dann eben nicht.

Lange blieb es dabei. Nicht zuletzt das liebe Internet (wie so oft) führte mir allerdings zunehmend vor Augen, wie viele schöne Dinge man doch stricken kann - wenn man es denn kann. So wuchs mit der Zeit der Wunsch, die vermeintliche Tatsache meiner Nichtsstricktauglichkeit doch noch mal auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Erst Versuch macht kluch, weiß man ja. 

Und genau daran habe ich mich auch gehalten. Das Ergebnis: Ein Schal für meine beste Freundin, lose inspiriert hiervon. Wollweiße Merinowolle, kraus rechts als Dreieck gestrickt und mit Troddeln an den Enden.

Sicherlich noch ausbaufähig, aber ein Anfang. Das Eis ist jedenfalls gebrochen.


Viel schwieriger als das Stricken an sich gestaltete sich dann übrigens das Fotografieren - da war irgendwie nicht nur ein Wurm drin und was ich mir vorgestellt hatte, wollte einfach nicht funktionieren. Weil ich aber kurz darauf losmusste, um das Geschenk endlich zu überreichen, blieb für einen zweiten Versuch keine Zeit. Ich nehm's also mal als weitere Übung in Sachen Gelassenheit für mein perfektionistisches zehnjähriges Ich, das sich nämlich bis heute regelmäßig blicken lässt...


Obgleich ich weitere Strickversuche definitiv nicht ausschließen will, steht für heute erst mal noch die Vollendung zweier Häkelprojekte auf dem Plan. Bei euch? In jedem Falle: Einen fröhlichen Creadienstag!




Mittwoch, 12. Februar 2014

12 von 12 {Februar}

Endlich hab ich's mal wieder geschafft mit den 12 von 12 (was das ist steht hier geschrieben) und seit langem hatte ich auch mal wieder richtig Spaß bei der Sache. Zuletzt war das, wie ich eben mal nachgesehen habe, im September so, also vor meinem Umzug nach Bonn. Wie es der Zufall so will, war Schauplatz dieses 12. nun auch wieder Berlin, denn nachdem ich am Montag meine letzte Klausur hinter mich gebracht habe, gönne ich mir nun erstmal einen kleinen Heimaturlaub. Und was für ein schöner erster Ferientag war das heute...

Los geht's!

Beim Aufstehen als allererstes über die neuen Blüten der alten Freundin gefreut. 

Während Rosine und Teddy noch eine Runde gedöst haben (auf dem Teppich, der ursprünglich mal als Provisorium ins Wohnzimmer kam - und schwupps! sind 6 Jahre um...) gab's nebenan ein feines Frühstück - nicht bloß mit Croissant sondern auch mit Sonne auf dem Teller.

Anschließend ging's raus.

Auch da feinster Sonnenschein. 


Als nächstes stand ein Ausflug zur Führerscheinstelle auf dem Plan, denn meiner Mutter ist neulich ihres Portemonnaies verlustig gegangen. An sich schon ärgerlich, bei einer in weniger als einem Monat anstehenden Auswanderung aber noch einmal besonders ungünstig...

Der zu diesem Zeitpunkt bereits wieder ordentlich grummelnde Magen trieb uns anschließend noch ein Stück die Friedrichstraße hoch. Ein kleines Stück, sonderlich weit kamen wir nämlich gar nicht. Eigentlich wollte ich nur eben kurz den textmarkergrünen Fahrradständer (kommt auf dem Foto leider nicht richtig rüber) vor der Tür des Cafés fotografieren, aber dann waren wir irgendwie auch schon drin.

Erwies sich als gute Entscheidung. Nicht ganz billig (in derartiger Checkpoint-Charlie-Nähe aber wohl nicht viel anders zu erwarten), dafür allerdings wirklich enorm lecker, und zwar sowohl der Salat, als auch Kaffee und Carrot-Cake. Und aufgegessen, bevor ich ans Fotografieren gedacht habe.

Und die Lampen, die hatten es mir auch angetan.

Zufrieden und mit einem fabelhaften neuen Buch im Gepäck (spontane Entdeckung auf dem Weg zur Toilette...) ging es anschließend wieder nach Hause.


Herrlich war das Licht, als wir von der U-Bahn zurück liefen und auch kurz darauf auf dem Weg zum Briefkasten. Dazu das Vogelgezwitscher... 

Fräulein Roswitha natürlich auch wieder mit vonner Partie.

Nachdem ich letzte Woche endlich den Gutschein wiedergefunden habe, den ich schon länger meiner Mutter vermachen wollte, haben wir die Gelegenheit dann vorhin gleich genutzt und nach wochenlangem Überlegen nun das Downton-Abbey-Buch bestellt - die Sucht hält sich... :)

Ende.

Alle, die ihren 12. Februar ebenfalls in Bildern festgehalten haben, findet ihr in der 12-von-12-Linkliste bei Caro. Ich sag Danke für's Gucken!





Donnerstag, 6. Februar 2014

Weiß {BIWYFI #96}

Weiß hat Nic als Februar-Farbpalette für ihre Fotoaktion Beauty is where you find it... auserkoren.

Hier momentan ein bisschen schwierig, nachdem Schnee und Kälte auch in dieser Woche weiter auf sich warten lassen. Heute war dafür wieder so ein richtig sonniger, fast frühlingshafter Tag. So einer, an dem man ein spontanes Parkbank-Picknick mit Kaffee und Blaubeermuffin auch ohne Handschuhe und Mütze allerbestens übersteht (weiß ich zufälligerweise).

Blieb also nur der Griff ins Archiv, wo sich noch ein paar Schneeglöckchen aus dem letzten Winter auftreiben ließen.

Schneeglöckchen | Snowdrops

Mehr weiß hier.



Mittwoch, 5. Februar 2014

Beim Burger-Fräulein

Aus der beim letzten Mal angekündigten Gelb-Suche ist nichts geworden, oder jedenfalls nichts Vorzeigbares - da kamen mir diese vermaledeiten Prüfungen in die Quere. Wird also bei Gelegenheit, sprich: wenn der ganze Stress irgendwann endlich vorbei ist, nachgeholt.
Stattdessen freue ich mich heute mal über sonst eher zum Haareraufen verleitend hohe Anzahl an quasi-fertigen aber nie veröffentlichten Posts, die in meinem "Entwürfe"-Ordner langsam vor sich hingammeln. Immer wieder ärgerlich, wenn man Zeit und Arbeit investiert hat, aber es fehlt noch er letzte Schliff und ehe man sich versieht, hat das Ding irgendwie sein Haltbarkeitsdatum überschritten. Passiert euch das auch gelegentlich?

Manche aber machen sich glücklicherweise auch von der Wärmeplatte noch ganz gut und genau so einen serviere ich euch heute: Einen meiner letzten Ausflüge in Berlin vor meinem Umzug, garniert mit ein bisschen Vorgeschichte - kommt ihr mit?


Vor etwas über einem Jahr schrieb mir meine beste Freundin auf Facebook: "Oh Schreck. Ich war heute in Potsdam und der Burgerladen ist nicht mehr da."

Ein Schreck  - das war es damals tatsächlich, denn bei besagtem Burger-Restaurant handelte es sich - neben dem Käsekuchen-Café - um einen unserer persönlichen Meilensteine in der gastronomischen Landschaft der (auch deswegen) so gern und häufig besuchten Nachbarstadt.

Was sich zunächst durch hektisches Herumgegoogele zwar nicht widerlegen, aber immerhin auch noch nicht bestätigen ließ, wurde bei meinem nächsten Potsdam-Ausflug zur traurigen Gewissheit, als ich mich selbst davon überzeugen konnte musste: Alles leer und Schotten dicht. Nie wieder ein leckerer vegetarischer Burger mit gegrilltem Gemüse und Mozzarella. Und nie wieder ein BrandenBurger mit Spreewaldgürkchen und fruchtigem Werder-Ketchup (für Nicht-Vegetarier).

Die Trauer war groß und noch Monate später trug ich wehmütig das beinahe vollgestempelte Bonusheftchen im Portemonnaie herum und mit ihm die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung - irgendwie, irgendwo, irgendwann. Erst letzten Herbst habe ich mich schließlich doch von beidem verabschieden können. Heftchen und Hoffnung wanderten in den Papierkorb, denn letztere ... nun, die war plötzlich gar nicht mehr nötig.

Irgendwann gegen Ende des Sommers las ich nämlich irgendwo von "Fräulein Burger" und die Sterne kehrten an meinen persönlichen Burger-Himmel zurück (oder jedenfalls so ähnlich). Selbstverständlich musste dringend getestet werden, ob das Fräulein tatsächlich eine echte Alternative bieten würde und so machte ich mich kurz nach meinem Geburtstag mit ein paar Freundinnen zu einer kleinen Verkostungsexpedition auf nach Mitte, zum Koppenplatz. 


Einmal angekommen und vor der schönen karierten Wand Platz genommen, hatte diesmal nicht nur ich Schwierigkeiten, eine Auswahl zu treffen, trotz des eigentlich recht überschaubaren Angebots. Aber eigentlich ist ja ein Wort, das leicht in die Irre leitet... Nach viel hin und her habe ich mich am Ende für den "Monatsburger" entschieden, den es in der Version mit und mit ohne Fleisch gab. Beschämenderweise kann ich mich zwar gerade gar nicht mehr erinnern, was da nun eigentlich zwischen den Brötchenhälften lag, nur so viel weiß ich noch: Lecker war's!

Selbiges galt auch für die selbstgemachten Pommes und den super fruchtigen Ketchup aus richtigen Tomaten. Mit "richtigem" Fast Food à la McDo & Co. hat das am Ende natürlich nur noch entfernt zu tun, dafür ist beim Burger-Fräulein das Food dem Fast einfach zu eindeutig überlegen. Aber genau das ist ja das Schöne. Kurzum: Test bestanden!


Weil der Besuch dort definitv zum Mögen war und heute Mittwoch ist, reihe ich mich bei Vanessas Mmi ein - ansonsten sei euch eine schöne Restwoche gewünscht. (Solltet ihr über ein bisschen freie Zeit stolpern, genießt sie bitte für mich mit - und seid euch meines grenzenlosen Neids gewiss ;)).




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