Montag, 14. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *14

Bild: Draußen nur Kännchen!


1. Wann kaufst Du einen Baum? Echte Nadeln oder Plastik mit Duft?
Hätte ich einen Baum - was nicht der Fall ist - würde ich ihn vermutlich relativ kurz vor Heiligabend kaufen. Aus Platzgründen und weil ich es schön finde, wenn einige Dinge wirklich nur ganz kurz dauern. Wenn schon das Ende der Sommerferien mit dem Beginn der Lebkuchensaison koinzidiert, brauche ich nicht auch noch einen Weihnachtsbaum ab Mitte November. Und aus Plastik schon mal gar nicht.
2.  Selber schlagen oder einen von der Stange?
Von der Stange (wenn auch wieder rein hypothetisch). 3.  Und wann darf er ins Wohnzimmer ziehen?



Siehe 1.

(Die Fragen stellt Caro.)

Sonntag, 13. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *13

Bild: Draußen nur Kännchen!


1. Das tollste Weihnachtsgeschenk als Kind?
Da fallen mir viele ein: Das Puppenhaus, der Kaufmannsladen, meine erste Barbie (nach gefühlt jahrelangem Wünschen und Betteln), mein erster Schulranzen, das Playmo-Einfamilienhaus, mein erstes Harry-Potter-Hörbuch, Sims 2... Eigentlich gab es immer ganz gute Sachen.
2. Verschenkst du Selbstgemachtes?
In der Regel schon und am liebsten sogar ausschließlich. Die letzten Jahre war das fast schon ein selbstauferlegter Zwang und sorgte immer für sehr viel Stress (und teilweise bis weit ins neue Jahr anhaltende Handgelenksprobleme), so habe ich mich dieses Jahr ganz bewusst dagegen entschieden. Bei Geburtstagen ist das irgendwie einfacher, da braucht man nicht so viele Geschenke auf einmal, denn natürlich hätte ich alle Geschenke am liebsten nicht "nur" selbstgemacht sondern auch noch ganz individuell auf die jeweilige Person abgestimmt.
3. Wann packst du Geschenke ein?
Vereinzelte schaffe ich zwischendurch, aber den Großteil irgendwie doch immer erst am Heiligabend zwischen Kirche und Bescherung...

(Fragen von hier.)

Samstag, 12. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *7-12

Ernüchterung - das war irgendwie das Motto der vergangenen Woche. Wenn Dinge nicht so klappen, wie ich sie mir vorgenommen oder gewünscht habe, dann bin ich mittlerweile ganz gut darin, die Enttäuschung darüber einigermaßen schnell zu überwinden und mich gedanklich auf das zu besinnen, was ich im jeweiligen Moment noch imstande bin, an der gegebenen Situation zu verändern. Hättekönntewürde hilft ja nix, schon gar nicht weiter. 
Manchmal klappt das aber auch überhaupt nicht und wenn dann noch mehrere Dinge zusammen kommen - Frustration, Zeitdruck, (vorweihnachtlicher) Stress -, kann das dazu führen, dass ich erstmal ein paar Tage brauche, um mich wieder in Ordnung zu bringen. So war mir in den letzten Tagen irgendwie wenig nach Bloggen, selbst wenn es nur die Caros Adventskalenderfragen gewesen wären (vom Weihnachtskleid-Sewalong mal ganz zu schweigen). Ganz ausfallen lassen möchte ich sie aber doch nicht und so nehme ich heute den Faden wieder auf und hole die Tage sieben bis zwölf auf einen Schlag auf - in der Hoffnung, dass ich dann nicht gleich wieder eine Woche brauche, um mich davon zu erholen. 

Bild: Draußen nur Kännchen!



1. Was ist für dich ein typischer Weihnachtsduft?
Tanne. 
2. Hast du ein Räuchermännchen?
Nein. Meine Schwester hatte früher mal eins, das ich allerdings so gar nicht riechen konnte - aber ich war auch nie für Räucherstäbchen. In letzter Zeit hat sich das allerdings ein bisschen geändert, so würde ich inzwischen nicht mehr ausschließen, dass bei mir irgendwann in Zukunft auch mal eins einzieht. Angucken mag ich sie nämlich gerne.
3. Wenn ja, was darf es rauchen? 
- - -


1. Hast du einen Wunschzettel?
Keinen speziell für Weihnachten, nur die ewig währenden Amazon- und Pinterest-Listen, Notizen in diversen Notizen-Apps (für Buch-Sichtungen unterwegs) und kleine Randgeschreibsel im Semesterplaner, Zettelchen in Jackentaschen usw.
2. Schon mal ganz furchtbare Weihnachten gefeiert?
Kann mich nicht erinnern. Natürlich gab es bessere und schlechtere Momente, aber weil ich finde, dass letztere in der Regel hinterher immer die besseren Geschichten ergeben, tue ich mich schwer damit, irgendwas als wirklich furchtbar einzustufen.
3. Und welches Fest war etwas ganz Besonderes?
In meiner Erinnerung verschwimmen die einzelnen Weihnachtsfeste irgendwie ein bisschen - ich kann mich meistens nur an besondere Momente erinnern und zumindest einen davon hatte wohl jedes.


1. Hast du schon alle Geschenke?
Noch nicht, aber ich bin halbwegs gut dabei. Besser sogar, als ich zwischenzeitlich dachte.
2. Schon mal jemanden beim Beschenken vergessen?
Vergessen setzt ja ein Versehen voraus, insofern 
3. Kaufst du lieber online oder im Geschäft? 
In diesem Jahr online, aus Zeitgründen.


1. Wäre Weihnachten unter Palmen was für dich?
Hätte es dieses Jahr fast gegeben, denn ursprünglich hatte ich überlegt, über Weihnachten zu meinen Eltern nach Namibia zu fliegen. Wenn ich mir aber deren regelmäßig via Skype vorgetragene Leidensberichte ob der dortigen Hitze anhöre (ist ja schließlich Sommer auf der Südhalbkugel), bin ich eigentlich ganz froh, dass sich die Dinge anders ergeben haben. Mein weihnachtliches Gefühl tut sich in diesem Jahr nämlich schon unter den hiesigen Klimabedingungen reichlich schwer...
2. Warst du schon mal über Weihnachten im Urlaub? Wenn ja, wo?
Nein, nur bei meinen Großeltern, aber das zählt nicht.
3. Würdest du das noch mal machen?
- - - 


1. Hast du eine Krippe?
Nein.
2. Eine traditionelle oder moderne?
Weder noch (siehe oben).
3. Und was ist mit Engeln?
Auch nicht.



1. Hast du schon alles Vorgenommene erledigt?
Diese Frage verstehe ich mal als rhetorische...  
2. Was muss unbedingt noch gemacht werden?
Die fehlenden Geschenke müssen besorgt werden, ansonsten gibt es mehrere Uni-Sachen, die teilweise unerwartet meine Bahn gekreuzt haben, allerdings wirklich unbedingt vor Weihnachten sein müssen und somit den Hauptquell meines dauergestressten Zustandes darstellen.
3. Auf welches Vorgenommene verzichtest du nun doch?
Ich hab das Vorgenommene von Anfang an mit aus schlechter Erfahrung und böser Vorahnung resultierenden Absicht relativ überschaubar gehalten, was zugunsten des Weihnachtskleid-Sewalongs gehen sollte. Dass ich meine Pläne diesbezüglich dennoch nicht eins zu eins werde umsetzen können, und zwar aus den unter 2. aufgeführten Gründen, musste ich inzwischen einsehen. Wie viel oder wenig ich da noch schaffen kann, muss sich erst zeigen, zum endgültigen Aufgeben konnte ich mich aber noch nicht durchringen. Also nehme ich jetzt einfach einen Schritt nach dem anderen und gucke mal, wohin mich das bringt.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *6

Eigentlich wäre heute Teil 3 des Weihnachtskleid-Sewalongs dran, aber das verschiebe ich auf morgen, denn 1. hoffe ich, im Laufe des Tages noch die eine oder andere Naht zu schaffen, und 2. hab ich heute noch zu viele andere Dinge zu erledigen. Aber für drei schnelle Adventskalenderfragen reicht es...

Der fragende Adventskalender
Bild: Draußen nur Kännchen!

1. Und, was gab's für dich?
Omas Nikolauspäckchen, gefüllt mit Vanillekipferl und Gewürzkuchen (wie viel von alledem noch übrig ist, verrate ich jetzt lieber nicht...)

2. Verschickst du Weihnachtspost?
Nachdem bei mir in Sachen Weihnachtspost im vergangenen Jahr einen Totalausfall gab, würde ich dieses Jahr gerne wenigstens ein paar Karten verschicken. Liegen tun sie hier sogar hier schon, eine Liste mit Empfängern auch, und wenn sich jetzt noch irgendwann in der kommenden Woche ein Stündchen Zeit auftut...


3. Warst du schon auf einer Weihnachtsfeier?
Nein, ist - soweit ich das gerade auf dem Schirm habe - auch nicht geplant. Finde ich aber auch nicht sonderlich bedauerlich, der Dezember ist schon so voll genug.

Samstag, 5. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *5

Heute gibt es lauter Nikolausfragen von Caro, mit deren Beantwotung ich irgendwie etwas schwer tue, denn Nikolaus findet bei mir quasi nicht statt. Statt eines gefüllten Stiefels freue ich mich stattdessen auf heißen Kakao, ein bisschen Weihnachtskleidnäherei, die Lindenstraßen-Jubiläumsfolge (jaja...) und ansonsten Arbeit für die Uni...

Der fragende Adventskalender
Bild: Draußen nur Kännchen!

1. Kommt ein echter Nikolaus?
Also zu mir nicht... Aber die Frage hat mich ins Grübeln gebracht, wie lange ich eigentlich an einen echten Nikolaus geglaubt habe. Soweit ich mich erinnern kann allenfalls als ich sehr, sehr klein war. Beim Christkind ist das anders, da weiß ich noch sehr genau, wie mir als Dreijährige die Frage keine Ruhe ließ, wie um alles in der Welt das Christkind mein Puppenhaus transportiert haben sollte. Ganz alleine! Die Lösung, da hätte wohl Pippi Langstrumpf geholfen, schien mir dann aber doch hinreichend plausibel.


2. Hast Du Deinen Stiefel schon geputzt?
Nö. (Aus oben genannten Gründen.)


3. Was verschenkst Du im Stiefel?
Nix. (Zum Glück muss ich mir darum nicht auch noch Gedanken machen, ich stoße ja dieses Jahr schon mit dem Ausdenken von Weihnachtsgeschenken an die Grenzen meines Einfallsreichtums...)

Freitag, 4. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *4

Der fragende Adventskalender | Draußen nur Kännchen!
Bild: Draußen nur Kännchen!

Meine Güte, bin ich müde heute. Könnte daran liegen, dass ich früh aufgestanden bin, obwohl ich - wie in letzter Zeit fast immer - erst gegen zwei Uhr geschlafen habe. Vorhin musste ich erstmal einen langen Nachmittagsschlaf machen, ging nicht anders, aber ich merke, dass ich mich trotz allem irgendwie besser fühle. An sich sowieso ein guter Tag: Ein vorzeitiges Nikolauspäckchen von Oma bekommen (wie es aussieht, brauche ich wirklich nicht selber zu backen dieses Jahr...), die Sonne hat geschienen, ein weiteres Weihnachtsgeschenk kann von der Liste gestrichen werden - so langsam wird es mit den Weihnachtsvorbereitungen...

Jetzt aber zu Caros heutigen Adventskalender-Fragen:

1. Hast du Lieblingsweihnachtslieder?
Hm, nicht so richtig. Ich habe generell eine ganze Menge für Weihnachtsmusik in (fast) all ihren Daseinsformen übrig, einen einzelnen Favoriten kann ich da so spontan gar nicht rauspicken. Und wenn ich ganz ehrlich bin, freue ich mich sogar ein kleines bisschen, wenn ich das erste Mal irgendwo Last Christmas höre... (Beim 23. Mal ist dann aber auch gut.)

2. Einen Lieblingsweihnachtsfilm?
Love Actually habe ich hier ja gestern schon zum Weihnachts-Muss erklärt, aber davon abgesehen bin ich gar nicht so eine große Weihnachtsfilmguckerin, d.h. ich gucke in der (Vor-)Weihnachtszeit zwar gerne Filme (wie sonst auch), aber es müssen nicht explizit Weihnachtsfilme sein, solange sie vielleicht nicht gerade im Hochsommer spielen. Weihnachtsfolgen von Serien mag ich gerne, außerdem hab ich irgendwann Die Familie Stone - Verloben verboten! ins Herz geschlossen, ist nämlich tatsächlich gar nicht mal sooo scheußlich, wie der Titel vermuten ließe. Einer, den ich - wenn auch kein klassischer "Weihnachtsfilm" - im letzten Jahr außerdem sehr mochte, war Happy Christmas. (EDIT: Da war ich nun schon bei Richard Curtis und hab trotzdem Bridget Jones ganz vergessen. Kann ich im Gegensatz zu Love Actually, den ich mir immer bis ziemlich zum Schluss aufhebe, nämlich auch schon gut Anfang Dezember gucken.)

3. Kennst du ein Gedicht auswendig? 
Seit gut 20 Jahren dieselben: Das Vom Christkind und Holler boller Rumpelsack... Wäre vielleicht mal Zeit für eine Ergänzung? Eigentlich wollte ich ja immer mal das von Loriot auswendig lernen...

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Der fragende Adventskalender *1-3

Der fragende Adventskalender | Draußen nur Kännchen!
Bild: Draußen nur Kännchen!

Der fragende Adventskalender ist wieder da! Und es hat tatsächlich bis heute gedauert, dass diese Nachricht bis zu mir durchgedrungen ist. Dabei hab ich neulich noch an die Aktion im Jahr 2011 gedacht - als richtiger Bloggerfrischling, von der Euphorie, die alles Neue umgibt, noch gänzlich gefangen und relativ ahnungslos, was all die (vermeintlichen) Regeln des Bloggens anging, schrieb ich damals einfach drauf los und freue mich heute sehr, dass ich nachlesen kann, wie meine Weihnachtszeit damals aussah, was gleichgeblieben ist und was vielleicht heute, vier Jahre später, ganz anders ist. 
Für mich erfüllt (m)ein Blog für mich auch immer ein wenig die Funktion einer Zeitkapsel - hin und wieder stöbere ich gerne in alten Posts, erinnere mich an die Zeit und den Moment, in dem ich sie geschrieben habe. Vor allem unter diesem Aspekt bedauere ich die Zeiten, in denen ich wenig gebloggt habe, gelähmt von diesem Gefühl, irgendetwas Bestimmtes tun oder schreiben zu müssen, im Nachhinein sehr. 
Und da kommt wieder der fragende Adventskalender ins Spiel. Denn in gewisser Hinsicht steht er für genau das, was ich mir, nachdem ich im Sommer lange darüber nachgedacht habe, ob und wie ich weiterbloggen will, vorgenommen hatte: Weniger Verkopftkeit, weniger Grübelei, mehr Tun, mehr einfachdrauflos - so wie damals. Also werde ich jeden Tag bis Heiligabend an dieser Stelle Caros drei Adventskalenderfragen beantworten, aus Spaß an der Freude und gewissermaßen als vorweihnachtliches Geschenk an mein zukünftiges Ich. Und weil ich die ersten drei Tage verpasst habe, gibt es heute eine kleine Aufholjagd: 

1. DEZEMBER

1. Hast du einen Adventskalender?
Ja. Einen Niederegger-Adventskalender von meiner Tante und meinem Onkel aus Lübeck, mit denen ich Weihnachten feiern werde. Schöne Überraschung beim Öffnen des Briefkastens am 1. Dezember. :)

2. Wie sieht dein Adventskranz aus?
Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sich ein eigener Adventskranz für mich nicht lohnt. Stattdessen habe ich in eine neue Lichterkette investiert und Ersatz für den einen Bauernsilber-Kerzenständer besorgt, der mir im Frühjahr zerbrochen ist.

3. Freust du dich auf die kommende Zeit oder ist es nur Stress für Dich?
Eigentlich hatte ich mich sehr gefreut und mir fest vorgenommen, mich nicht stressen zu lassen bzw. mir nicht durch selbstauferlegte Regeln wie "Alle Geschenke selbermachen." das Leben schwer zu machen. Zumindest dieser Teil klappt bislang ganz gut, allerdings gibt es eine ganze Menge organisatorischer Sachen, die sich zum Teil seit Monaten hinziehen und noch immer irgendwie in der Schwebe sind, obwohl ich eigentlich gehofft hatte, sie wären gelöst, bevor die Adventszeit losgeht. Während der stressigen Phase mit Hausarbeiten und Praktikum im September hat es mir sehr geholfen, jeden Tag lange Spaziergänge zu machen. Mit dem derzeitigen Wetter (Regen gefühlt zu jeder Zeit und von allen Seiten) ist das schwierig und ich merke, dass mir das sehr fehlt. Aber ich will den Tag nicht vor dem Abend schlechtreden...


1. Hast du schon Plätzchen gebacken?
Nein, ich glaube, das überlasse ich dieses Jahr anderen.

2. Verrätst Du Dein Lieblings-Plätzchenrezept?
Ein all-time-favourite sind Ausstechplätzchen aus meinem Lieblings-Mürbeteig. Die gehen immer und lassen sich in alles mögliche umwandeln. Nicht explizit weihnachtlich, aber eigentlich so, dass ich sie jederzeit essen könnte, sind Cantuccini.

3. Und was ist mit Feuerzangenbowle? Lecker oder pfui?
Das Getränk ich ehrlich gesagt noch nie (bewusst) probiert. Aber der Film: Eindeutig lekker. (Mit zwei F K? Mit zwei K!)


1. Warst Du schon auf dem Weihnachtsmarkt?
Ja und nein. In Bonn ist quasi die gesamte Innenstadt Teil des Weihnachtsmarkt, so kommt man eigentlich gar nicht dran vorbei. Aber ein richtiger Weihnachtsmarktbesuch, also auf den Weihnachtsmarkt gehen um auf dem Weihnachtsmarkt zu sein, steht noch aus. Wobei ich dafür den Bonner Weihnachtsmarkt atmosphärisch nicht so besonders schön finde.

2. Gibt es einen Stand, den du immer besuchen musst?
Gebrannte Mandeln sind ein Muss, wobei ich die Preisentwicklung von Jahr zu Jahr immer erstmal verdauen muss. Und Glühwein. Außerdem gucke ich mir gerne hölzernen Weihnachtsbaumschmuck an.

3. Was gehört zur Adventszeit unbedingt dazu?
Lichter. Weihnachtsmusik. Tannenduft. Love Actually.

***

Wie sieht's aus, macht noch jemand mit? Falls ja, sagt Bescheid, ich würde gerne eure Antworten lesen! Ansonsten ganz lieben Dank an Caro für die Fragen und die Organisation. Eine schöne Adventszeit uns allen!

Freitag, 27. November 2015

Film Friday: Herbstweh

Missing autumn... Missing autumn...

Mittlerweile sind alle Blätter gefallen, die letzte Woche war wettertechnisch ausgesprochen bescheiden, dunkel und kalt und generell bäh! Aber nachdem für ein paar Tage quasi alles Licht verschwunden schien, tauchte ungefähr vorgestern aus dieser novembrigen Diesigkeit die Wintersonne auf und ich bin schwer hingerissen von dem gleißenden Licht und der klirrend kalten Luft. So lässt sich das schon besser aushalten. Und trotzdem: Er fehlt mir, der Herbst. Die langen Spaziergänge auf breiten Berliner Bürgersteigen, mal von buntem Laub gesprenkelt, mal vollkommen bedeckt. Nicht frieren und nicht schwitzen. Kastanien in den Jackentaschen. Lesen auf einer Parkbank in der Sonne, von der ich erst wieder aufstehe, weil das Buch zu Ende ist, nicht weil ich meine Zehen schon eine ganze Weile nicht mehr fühlen kann...

Missing autumn...
Alle Fotos: Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Ich wünsche euch allen ein schönes erstes Adventswochenende!  

Sonntag, 22. November 2015

Weihnachtskleid 2015: Stoff- und Schnittvorstellung


Nach dem Auftakt vergangene Woche geht es im zweiten Teil vom Weihnachtskleid Sew Along 2015 im MeMadeMittwoch-Blog, um folgendes:
  • Stoff- und Schnittvorstellung
  • Hurra, ich habe genau den Stoff gefunden den ich mir vorgestellt habe. Der Schnitt passt auch super dazu.
  • Der Stoff ist toll, aber ich nehme doch lieber ein anderes Schnittmuster. Oder doch nicht?
  • Was solls, ich kopiere den Schnitt und schneide gleich noch zu.
  • Hilfe, der Stoff kommt nicht. Das Schnittmuster gefällt nicht mehr.
***

Bei mir gab es diese Woche von allem ein bisschen. Letzten Samstag schwirrte mir ganz schön der Kopf vor lauter Schnitt- und Stoffüberlegungen, aber nicht zuletzt dank eurer netten Kommentare - Danke dafür! - war ich dann gegen Sonntagabend ziemlich sicher, dass das Kellerfaltenkleid aus der Burda (Mod. 108, 10/2012) mein Weihnachtskleid werden würde - nur um Montagmorgen schon wieder vom großen Zweifel überfallen zu werden... Irgendwie hätte ich plötzlich gerne etwas Spektakuläreres gehabt. Erst mein Stoffkauf-Ausflug am Donnerstag (bei dem aufgrund der fatalen Nähe zwischen Stoff&Stil sowie der TK Maxx-Filiale am Neumarkt auch noch ein paar dunkelbraune Stiefel in meinen Besitz fanden...) setzte dem ein Ende und seitdem weiß ich nun ziemlich genau, wie es in den kommenden Wochen weitergehen soll. 


Vorausgesetzt, es läuft alles so, wie ich mir das denke, wird es drei Kleider geheben:
  1. DAS Weihnachtskleid: Das Burda-Kellerfaltenkleid plus Taschen. Der Schnitt sieht kein Futter vor und dabei werde ich wohl bleiben, zumal mein einziges Unterkleid tatsächlich dunkelblau ist und drunter passen würde. Meine Tendenz zu Dunkelblau ist nämlich geblieben und am Ende fiel die Wahl auf einen marineblauen Crêpe Georgette aus Viskose. Die Farbe (in Wirklichkeit deutlich dunkler als auf dem Bild) wirkt durch die matte Oberfläche besonders satt, genauso wollte ich das. Es gab auch noch ähnlichen Stoff, der etwas dicker (=geeigneter??) war, aber mit leichtem Violettstich und aus 100% Polyester, was mir weniger gefiel. Ich habe also lange überlegt, verglichen, die Rollen mehrmals relativ weit aufgerollt, hängenlassen und versucht, die aufspringenden Kellerfalten des Rockteils zu simulieren, um den Fall ungefähr abschätzen zu können. Wichtig war mir auch, dass es im Oberteil, wo die Falten ja zugesteppt werden und der Stoff demnach doppelt bis dreifach liegt, nicht zu dick und wulstig wird. Hin und wieder überkommen mich auch jetzt noch Zweifel, ob ich mit meiner Beurteilung wohl richtig lag, aber im Großen und Ganzen habe ich eigentlich ein ganz gutes Gefühl bei der Sache. Alles weitere wird sich zeigen. 
  2. Das Probe-Weihnachskleid: Da das Kellerfaltenkleid an sich ja nicht allzu kompliziert ist, ich aber schon lange keinen Burda-Schnitt genäht habe und zudem von einigen Anpassungschwierigkeiten im Oberteil gelesen habe, werde ich nun doch ein richtiges, d.h. potenziell tragbares Probekleid nähen. Dafür habe ich den mittleren Stoff vorgesehen, ein koksgrauer 100%-Polyesterstoff, den ich an sich nie gekauft hätte, aber zufällig auf dem Weg zur Kasse auf dem SALE-Wagen entdeckte und dann für 2,65€/m unmöglich liegenlassen konnte, zumal er sich erstaunlich gut anfühlt und mir vom Fall her für das Kleid eigentlich perfekt vorkommt. Außerdem hat er diesen ganz leichten, matten Schimmer, fast ein bisschen wie sandgewaschen. Sowohl die Mitarbeiterin, die meine Stoffe zugeschnitten hat, als auch die vom benachbarten Zuschneidetisch waren ganz hin und weg, ebenso die Kassiererin, die sich direkt erkundigte, ob davon noch was da sei... 
  3. Das Silvesterkleid: Nicht unbedingt auf den Anlass festgelegt, aber der Name hat sich aufgrund des glänzenden Stoffes eingeschlichen, der dann hoffentlich auch mein plötzliches Glitzerbedürfnis stillt. Das Muster des Jaquards hatte es mir gleich angetan (glamouröse Prilblumen...), nun wird ein Ultimate Shift Dress von Sew Over It daraus - den Schnitt hatte ich ja letzte Woche auch in der näheren Auswahl und Frejas Kommentar verstärkte noch meine ohnehin schon große Lust, den demnächst mal auszuprobieren...
Soweit meine Pläne. Reißverschlüsse, Einlage und farblich passendes Garn sind ebenfalls besorgt, die Schnittmuster habe ich (wie von Meike und anderen vorgemacht) ausplotten lassen - ich würde sagen, es kann losgehen! Wie sieht es bei den anderen aus...? 

***

Vielleicht noch ein kurzes P.S. zu den ausgeschiedenen Schnitt-Kandidaten:
  • Das Burdakleid mit Flügelärmeln und Formblende war das zweitbeliebteste in den Kommentaren. Der Ausschnitt war aber letztlich das, was mich abgehalten hat. Hebe ich mir für wärmere Tage auf, denn ausprobieren möchte ich den Schnitt doch gerne irgendwann. Das kommende Jahr verspricht auch noch den einen oder anderen festlichen Anlass, vielleicht passt es dann besser.
  • Beim Peony Dress war das Ausscheiden relativ schnell klar, steht aber nun auf der Liste für das Frühjahr, wenn ich meine Eltern in Windhoek besuche. Ist vielleicht besser, dann kann mir nämlich auch jemand beim Abstecken und Anpassen des Oberteils helfen. Außerdem stelle ich es mir ja, abgesehen von der Nani IRO Version, die ich mir nicht aus dem Kopf schlagen kann, auch in afrikanischen Musterstoffen nicht schlecht vor...
  • Das Prinzesskleid, gefällt mir nach wie vor, sodass ich den Schnitt - zusammen mit dem Kellerfattenkleid - gekauft habe. Mal sehen, was das noch wird mit uns beiden. Diese Winterversion gefällt mir z.B. sehr gut und dann ist da noch immer die Überlegung, das Rockteil einfach als Rock zu nähen...

Samstag, 14. November 2015

Weihnachtskleid Sew Along 2015: Vorüberlegungen und Inspiration


Wer wagt, gewinnt. Sagt man so. Und in diesem Sinne habe ich vor einigen Tagen mehr oder weniger spontan beschlossen, am Weihnachtskleid Sew Along teilzunehmen, der inzwischen schon eine richtige Tradition geworden ist in der Nähbloggergemeinde, die sich allwöchentlich auf dem Me-Made-Mittwoch Blog in selbsterschaffener Kleidung trifft.
All die Jahre habe ich nun im Stillen mit einer Teilnahme geliebäugelt und hatte vergangenes Jahr sogar schon Schnitt und Stoff parat, aber mit mir und dem Bloggen war es ja 2014 so eine Sache. Auch fiel der Weihnachtsstress irgendwie um einiges größer aus, als üblich - da war ich froh, mich zu nichts "verpflichtet" zu haben. Das Kleid wurde auch so irgendwann fertig, da war es allerdings bereits Mitte Februar...
Dieses Jahr spricht nun nicht mehr für oder gegen eine Teilnahme als 2014, also dachte ich mir, diese Gelegenheit ist so gut wie jede andere. Los geht's:

"Inspiration und Rückblicke auf die Weihnachtsoutfits 2014, 2013, 2012, 2011."
"Perfekt, ich weiß genau was ich nähen will und es ist schon alles da. Schnitt, Stoff, Zubehör."
"Oh weh, ich habe noch keine Ahnung und verlasse mich mal auf die Inspiration der Anderen."
"Ich weiß genau welcher Schnitt, aber keine Ahnung was für ein Stoff passt."
"Stoff ist da, aber welchen Schnitt solch ich nur nehmen?"

Zunächst hab ich mal ganz "nach Gefühl" Inspiration gesammelt und dann anschließend ein paar praktischere Überlegungen angestellt, was es eigentlich sein und können soll, mein Weihnachtskleid 2015...

Quellen: Oben links | Oben Mitte | Oben rechts | Mitte links | Mitte | Mitte rechts | Unten links | Unten Mitte | Unten rechts


Anforderungen
Wenn ich mich nach den Erfahrungen des letzten Jahres richten kann, wird Weihnachten eher gemütlich als festlich - meine karierte Weihnachts-Tova vom letzten Jahr war in dieser Hinsicht perfekt. Da sich letztere ja wie gesagt noch nicht bewähren durfte und somit als weiteres Weihnachtsoutfit zur Verfügung steht, darf das diesjährige Kleid aber gerne einen Hauch schicker ausfallen.

Außerdem:
  • ich will meine Stiefel (cognacfarbenes Leder) dazu anziehen können
  • Ärmel, vorzugsweise in 3/4-Länge
  • Taschen wären wunderbar (für Objektivdeckel und dergleichen, die ich andernfalls irgendwo ablege und dann tagelang nicht wiederfinde...)
  • Platz für die Auswüchse der weihnachtlichen Völlerei...
  • ich rechne damit, mich hauptsächlich drinnen aufzuhalten, also muss es nicht übermäßig warm sein - wäre aber gut, wenn es zu einer richtigen (= wärmenden) Strumpfhose passt, sodass ich zumindest einen mittellangen Spaziergang überstehe

Farbe
Das sind in etwa die Farben, die mir im Kopf umherschwirren. Tatsächlich tendiere ich im Augenblick zu Dunkelblau, unter anderem weil mir dazu auch die meisten Kombinationsmöglichkeiten bzw. Weiterverwendungen in der Alltagsgarderobe ein. (Auch wenn das ja gar nicht mein erklärtes Ziel ist. Ich frage mich, wann ich angefangen habe, so praktisch zu denken...)

Stoff
Ich habe noch keinen, aber ich halte mich sowieso lieber an die Reihenfolge "Erst der Schnitt, dann der Stoff." Einfarbig sollte er sein und in Gedanken kehre ich immer wieder zu matten, Crêpe-artigen bis samtig schimmernden Oberflächen zurück. Ansonsten mal sehen, was der Schnitt bringt...

Schnitt 
Grundsätzlich hatte ich recht schnell ein recht eindeutiges Bild und wusste, dass ich zu einem relativ geradlinigen Schnitt tendiere, durchaus mit Details, aber ohne großen Killefit.

  1. Kleid mit Flügelärmeln (Modell 107) aus Burda 12/2011: Das puderfarbene Kleid mit V-Ausschnitt und Formblende aus der Weihnachts-Burda von vor drei Jahren (siehe Bild oben rechts) hatte es mir schon damals direkt angetan und ich wollte es immer mal nachnähen, am liebsten genau so wie es abgebildet ist. Auch jetzt hatte ich es direkt wieder im Kopf, trotzdem zögere ich: Ein wenig fröstelt es mich beim Anblick des Models und insgesamt käme ich mir wohl auch ein wenig overdressed vor in dem Ambiente, in dem ich meine Weihnachten verbringen werde. Auch die Ausschnitttiefe bereitet mir Bedenken. Außerdem wäre das so ein Kleid, das ich mir schlecht außerhalb geschlossener Räume vorstellen kann, denn neben der Schuhfrage wäre ja die Sache mit der Strumpfhose. Bei der Variante mit Ärmeln (in der Collage das Bild unten in der Mitte) kommt mir das alles nicht so gravierend vor, wäre also eine Überlegung wert, dann allerdings lieber in mattem Stoff und evtl. etwas kürzer...?
  2. Prinzesskleid (Modell 121) aus Burda 11/2012: Dieses Modell gefällt mir vor allem abwärts der Taille - der weite Rock mit den Kellerfalten (und Taschen!) scheint mir zudem halbwegs weihnachtsplauzenfreundlich. Über das Oberteil habe ich hingegen bisher wenig Gutes gelesen. Letztlich wäre hier die Frage, ob ich einen passenden Stoff finde. 
  3. Kleid mit Kellerfalten (Modell 108) aus aus Burda 10/2012: An sich dem Prinzesskleid nicht unähnlich, allerdings ohne Taschen - das ließe sich ja beheben - und ein bisschen weniger voluminös, was aber sicherlich auch mit der Stoffwahl zusammenhängt.
  4. Peony Dress von Colette Patterns: Seit einer kleinen Ewigkeit stolpere ich in unregelmäßigen Abständen über diesen Schnitt und bleibe jedes Mal dran hängen. Dass sein Stündchen irgendwann schlagen wird, ist quasi abgemacht (spätestens nachdem ich eine Version aus Nani IRO Stoff gesehen habe, die ich leider gerade nicht wiederfinde), allerdings befürchte ich eine Geduldsprobe bei der Anpassung des Oberteils, von der ich nicht weiß, ob ich sie mir ausgerechnet in der traditionell geschäftigen Vorweihnachtszeit antun möchte oder sie nicht besser auf den Frühling verschiebe... Version 1 mit 3/4-Ärmeln und Taschen käme meinen Vorgaben allerdings ziemlich nahe.
  5. Ultimate Shift Dress von Sew Over It: Ich kann genau sagen, was mich an diesem Schnitt so anzieht (und bin nicht mal ganz sicher, ob er mir überhaupt stehen würde), konnte ihn mir aber auch nicht mehr aus dem Kopf schlagen, nachdem ich ihn in den Vlogs (speziell diesem Video) von Lisa Comfort, der Gründerin von Sew Over It, gesehen hatte. Mir gefallen die Einfachheit und die Wandelbarkeit ebenso wie die Tatsache, dass ich glaube, es hierbei mit der Passform nicht ganz so eng sehen zu müssen - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Abwesenheit von Abnähern am Rückenteil scheint mir ebenfalls ein Vorteil, denn ich bin unsicher, wie gut ich an diesen für mich allein schwer zugänglichen Stellen vernünftige Änderungen vornehmen könnte.
So, das war es dann fürs Erste. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden. Nur. Haha.
Wie gesagt habe ich noch keinen Stoff, der die Schnittwahl beeinflussen könnte, was es in gewisser Hinsicht noch erschwert - und wer schon länger hier mitliest und mich etwas besser kennt, weiß ja um meine dezente Entscheidungsschwäche... Ich bin also tatsächlich selber ganz gespannt, wie meine Wahl ausfallen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass ich bei den anderen Teilnehmerinnen des Sew Alongs jetzt nicht noch was Neues entdecke... hier geht es zur Liste

Ein schönes Wochenende allerseits!

Donnerstag, 12. November 2015

12 von 12 {November}

Ich habe gerade mal nachgesehen: Im März gab es hier zum letzten Mal 12 Bilder vom 12. des Monats. Der November scheint hingegen traditionell kein guter 12von12-Monat zu sein, ein Blick in mein Blog-Archiv brachte nur einen einzigen Beitrag zutage. Mit dem heutigen sind es dann immerhin zwei.

01 | 12 von 12 {November}

Einer der ersten Blicke nach dem Aufwachen auf das Bücherregal neben meinem Bett bzw. auf die derzeit einzige so halbwegs ordentliche Ecke im Zimmer (man muss sich ja auf das Gute konzentrieren...). Die letzten beiden Wochenenden war ich unterwegs, ansonsten hatte ich in den vergangenen Wochen ziemlich viel organisatorischen Kram um die Ohren, dadurch ist vieles andere liegengeblieben - teilweise im wahrsten Sinne des Wortes...

02 | 12 von 12 {November}

Versehentliches Selbstportrait. 

Anschließend (leider ohne Bild): Der Weg zur Uni und eine Einführung in PRAAT, eine Software, die Tonfrequenzen sichtbar macht und mir demnächst bei meiner Hausarbeit in Linguistics helfen soll. Kurstechnisch ist dieses Semester das bislang beste. Endlich habe ich das Gefühl, das zu bekommen, weswegen ich mich für dieses Studium entschieden hatte...
Das kleine Uni-Intermezzo war umrahmt von Essen, das jedoch ebenfalls beides nicht im Bild festgehalten wurde. Mein spätes Frühstück unterwegs (Erdnuss-Karamell-Wuppi)  blieb unfotografiert, weil ich gerade unterwegs war, der Brokkoli-Kartoffelauflauf in der Mensa, weil die dortige Lichtsituation selbst bei strahlendem Sommersonnenschein problematisch ist und ich zudem heute ohne Begleitung speiste und nicht die sein wollte, die alleine in der Ecke sitzt und ihren mittelmäßig ansehnlichen und auch nur annehmbar schmackhaften Auflauf fotografiert. Letzterer lag mir während des zum Spaziergang ausgeweiteten Rückwegs dann auch reichlich schwer im Magen...

03 | 12 von 12 {November} 06 | 12 von 12 {November} 04 | 12 von 12 {November} 07 | 12 von 12 {November} 05 | 12 von 12 {November}

Was den Herbst angeht, stehen die Zeichen momentan jeden Tag ein bisschen sichtbarer auf Abschied. Mit einem Mal waren letzte Woche all die schönen Farben dahin und auch wenn es diese Woche erstaunlich warm für November war und die Hofgartenwiese wieder voll von Menschen, die noch mal fünf Minuten so tun wollten, als wäre der Sommer doch noch nicht ganz und gar zu Ende, habe ich das Gefühl, der Winter hängt schon in der Luft.

09 | 12 von 12 {November} 08 | 12 von 12 {November}

Ich bin mal gespannt, wie sich das Wetter heute in einem Monat so macht. Ein bisschen fürchte ich mich vor der zunehmenden Dunkelheit, versuche allerdings, mich daran zu erinnern, dass ab dem 21.Dezember das Licht ja schon langsam wieder zurückkehrt und es bis dahin gar nicht mehr so lange hin ist...

10 | 12 von 12 {November}

Wieder zuhause ein bisschen gerätselt (obwohl ich tatsächlich erstaunlich gut war).

11 | 12 von 12 {November}

Und nebenbei eher halbherzig ein bisschen Schokolade gegessen, die meine Oma mir vergangenes Wochenende mitgegeben hat. Meine Schokoladenlust ist ja generell eher begrenzt, zudem ist mir momentan auch ganz allgemein erstaunlich wenig nach Süßem. Erstaunlich vor allem, wenn man die Jahreszeit bedenkt. Normalerweise gehöre ich zu denen, die die Vorstellung von Lebkuchen im September zwar offiziell blöd finden, trotzdem muss ich mich doch immer ganz schön zügeln, bei dem Anblick nicht schwach zu werden. Normalerweise erlaube ich mir deswegen etwa Mitte Oktober eine Packung Lebkuchen, um mich für die Standhaftigkeit ob der überall lauernden Verlockung zu belohnen und zum weiteren Durchhalten zu motivieren. Dieses Jahr ist das ausgefallen, mir war einfach nicht danach.

12 | 12 von 12 {November}

... und Ende. :) 

Merci für euren Besuch! Die Liste mit allen 12 von 12 findet ihr hier.

Freitag, 6. November 2015

Film Friday: Hildesheim

Film Friday: Hildesheim Film Friday: Hildesheim Film Friday: Hildesheim Film Friday: Hildesheim Film Friday: Hildesheim
Film Friday: Hildesheim
Pentax K1000 | Kodak Ektar 100

Ich bin ein bisschen erstaunt: Irgendwie steckt doch eine ganze Menge Farbe in den Bildern von meinem Tagesausflug nach Hildesheim, den ich im August mit meinen Großeltern unternommen habe. Letzte Woche schon, und auch diese Fotos sind ja durchaus nicht unfarbig. Dabei kam es mir in dem Moment so bunt gar nicht vor. 

Habt ein schönes Wochenende!

Freitag, 30. Oktober 2015

Film Friday: Rot und röter

Red red red...
Red red red...
Pentax K1000 | Kodak Ektar 100
Im August in Hildesheim. Mit Oma und Opa und, wenn ich mich recht entsinne, mit Sandalen an den Füßen. Kommt mir gerade ewig her vor.

Ebenfalls mit von der Partie war die damals noch ganz frisch akquirierte neue alte Kamera, bestückt mit meiner ersten (und bislang einzigen) Rolle vom Kodak Ektar 100 - beworben als feinkörnigster Farbnegativfilm der Welt und berühmt-berüchtigt für seine Farbwiedergabe. Bei so überschwänglichem Lob, wie ich es hierzu an verschiedensten Stellen las, bin ich häufig wie aus Prinzip erstmal besonders skeptisch. So war, nachdem ich den Film vom Entwickeln abgeholt hatte, meine Begeisterung zunächst auch noch ein bisschen verhalten. Doch mit jedem Ansehen mochte ich das Ergebnis ein bisschen lieber. Wobei das natürlich mal wieder nicht für alle Bilder gleichermaßen gilt und ganz definitiv auch die jeweilige Motivwahl ihren Teil beiträgt. So bewahrheitete sich zum Beispiel die mir in verschiedenen Foren begegnete Information, dass er Menschen, besonders mit hellen Hautfarben, eher wenig vorteilhaft abbildet. Der Anblick erinnerte mich an die gekochten Krebse, die die Kinder aus Bullerbü in einem der Filme aus dem Kochtopf fischen... Steht also nicht jedem gleich gut, der Ektar. Dem kleinen Käfer aber hätte wohl kaum etwas besseres passieren können. :)

Damit verabschiede ich mich und euch ins Wochenende und wünsche uns allen ein schönes solches!

Freitag, 16. Oktober 2015

Film Friday: Domäne Dahlem

Film Friday: Domäne Dahlem
Alle Fotos: Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Film Friday: Domäne Dahlem
An die Tomaten wäre ich gerne noch näher herangekommen, aber leider war ein Zaun dazwischen...
Film Friday: Domäne Dahlem
Das Vogelhaus in der Mitte des Gutshofs
Film Friday: Domäne Dahlem
Aller Schweineliebe zum Trotz ist ihnen ein leicht dümmlicher Glanz in den Augen ja nicht abzusprechen. Schweinenasen...
Film Friday: Domäne Dahlem
... und Ringelschwänze geben da ein deutlich sympathischeres Bild ab, finde ich.
Film Friday: Domäne Dahlem
Film Friday: Domäne Dahlem
Insgeheim träume ich immer von richtig guten Pferdebildern. Leider bin ich bislang immer an eher unkooperative Modelle geraten...
Film Friday: Domäne Dahlem
Mauerblümchen :)


Bei der Domäne Dahlem handelt es sich um ein ehemaliges Rittergut im Berliner Südwesten, das heute als "Freilichtmuseum für Agrar- und Ernährungskultur mit ökologischem Schwerpunkt" betrieben wird. Während sich der - zumindest dem Klischee nach - eher naturentfremdete Großstädter also einerseits über Gemüse- und Getreideanbau oder die Haltung von Haus- und Nutztieren informieren kann, lässt es sich auf dem Gelände auch herrlich einfach nur spazierengehen, Tiere angucken und mal ordentlich durchatmen. Schon ganz früher war ich häufig mit dem Kinderladen dort. Ich erinnere mich noch, wie es platschte und spritzte, wenn der große Bollewagen, in dem alle 12 Kinder Platz hatten, durch die schlammigen Pfützen auf den Ackerwegen gezogen wurde. Aber auch an Wochenenden war "die Domäne" in meiner Kindheit ein viel frequentiertes Ausflugsziel und das nicht nur zu besonderen Anlässen wie Mittelaltermärkten oder Kartoffelfesten, sondern auch als Ziel wochenendlicher Spaziergänge mit der Nachbarsfamilie. Tatsächlich waren wir eine Zeit lang gefühlt so häufig dort, dass ich irgendwann keine Lust mehr hatte. 

Daran musste ich immer denken, als ich an einem Sonntagvormittag vor ein paar Wochen nach einem Frühstück mit syrischen "Gastschwester" und ihrer inzwischen ebenfalls in Deutschland weilenden jüngeren Schwester wieder einmal dort war. Während wir bei strahlender Herbstsonne über das Gelände stapften, vorbei an Felden und Beeten, Pferden und Kühen, Hühnern und Schweinen, konnte ich mir plötzlich gar nicht mehr vorstellen, dass ich davon jemals genug hatte. Dass man davon jemals genug haben kann.   

Ein schönes Wochenende wünsche ich euch!

Film Friday: Domäne Dahlem
Wenn ihr mich fragt: Eine der schönsten Herbsterscheinungen überhaupt. Ich könnte ständig nur Hagebuttenfotos machen. :)

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Mit fünf Sinnen durch den September...

Whoosh
Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Momentan habe ich das Gefühl, die Zeit rast nur so. Schon Mitte Oktober. Lohnt es sich da überhaupt noch, eine Art Septemberrückblick zu posten? Vermutlich nicht, aber ich mache es einfach trotzdem. Denn das hier dient wohl sowieso hauptsächlich meiner eigenen Erinnerung und der wird es später wohl nicht mehr so drauf ankommen.
Und an diesen September möchte ich mich gerne erinnern, denn er war ein guter Monat. Mit meinem Praktikum und den beiden Hausarbeiten nebenher zwar richtig, richtig anstrengend und in Teilen auch extrem ernüchternd, aber es ist ja nicht so, als ob das viele Gute, das ich zu meinem eigenen Erstaunen eben trotz alledem doch noch in diesem Monat unterbringen konnte, dadurch an Wert verlöre, dass nicht alles gut war. Denn wann ist es das schon jemals?

So war er also, mein September, wahrgenommen mit allen fünf Sinnen:

GEHÖRT: Birdy; Arcade Fire (auch, aber nicht ausschließlich im Kino); teilweise üble Beleidigungen unter Schülern (so richtig üble...); Berliner Schnauze; herabfallende Kastanien; raschelndes Laub.

GESEHEN: goldenes Septemberlicht; jede Menge Eichhörnchen; Menschen, die ich gerne häufiger zu Gesicht bekäme; Socken in Sandalen; die aufgehende Sonne überm Teltowkanal; eine Flüchtlingsunterkunft von innen; Sherlock.

GEFÜHLT: ein ziemlich unsanftes Aufkommen bei der Landung in Schönefeld; Computertasten unter meinen Fingern; wie mein Bein langsam einschläft; kilometerweise Lankwitzer Bürgersteige unter meinen Füßen; das Scheuern der neuen Schuhe an meiner rechten Ferse; Herbstsonne im Gesicht.
 
GESCHMECKT: ein Geburtstagsmenü nach Ottolenghi; weltbesten Käsekuchen; Pausenbrote (von denen ich, wie früher schon, Schluckauf bekommen habe); Mohnhörnchen; Rosinensplitter; Kaffee (guten und weniger guten); Koriander.

GEROCHEN: Misthaufen; die Vergangenheit; Entwicklungschemikalien vom Fuji FP-100C; den Herbst.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Auf meinem Teller: Gebackene Süßkartoffeln mit frischen Feigen und Ziegenfrischkäse

Meinen Sonntag hab ich gut genutzt. Geschrieben, stundenlang durch den Wald spaziert, Musik gehört, fotografiert und schließlich gekocht. Letzteres obwohl ich nach meinem Spaziergang irgendwie ziemlich groggy war (all die frische Luft...) und eigentlich wirklich so gar keine Lust mehr hatte, mich noch mal in die Küche zu stellen. Aber: Ich hatte mir ja vorgenommen, bis zu meinem nächsten Geburtstag meine Kochfaulheit etwas in den Griff zu kriegen und mindestens zehn neue Rezepte auszuprobieren, und irgendwann muss man damit schließlich anfangen.

Und es war wie immer: Das anfängliche Aufraffen fällt schwer, aber sobald das überwunden ist, macht das Ganze sogar Spaß und spätestens das Ergebnis hat für den zusätzlichen Aufwand entschädigt. Was es gab?

Roasted sweet potatoes with fresh figs and goat cheese

Gebackene Süßkartoffeln mit frischen Feigen und Ziegenfrischkäse nach Ottolenghi. Das Rezept habe ich bei hier bei Eva gefunden. Foto ist ohne jegliches Tageslicht natürlich murks (und Food Photography ja ohnehin nicht mein Metier), aber man kann nicht alles haben und geschmacklich war ich absolut hingerissen, das ist ja die Hauptsache. War sicher nicht das letzte Mal...

Kommt gut in die neue Woche!

Freitag, 18. September 2015

Film Friday: Karl-Marx-Allee


Karl-Marx-Allee // September Sky Karl-Marx-Allee // Kino Karl-Marx-Allee // September Light Karl-Marx-Allee // Evening Sky
Alle Fotos: Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Vieles ist bei diesem Film schief gelaufen: Schon beim Kauf ein totales Anti-Schnäppchen weil völlig überteuert, und für die Entwicklung gilt, vor allem gemessen am Ergebnis, das gleiche. Ich dachte nämlich, ich probiere zur Abwechslung mal die Entwicklung bei einer der großen Drogerie-Ketten aus und hatte den Film zu Rossmann gebracht. Hätte ich vielleicht besser gelassen. Dem Negativ vom Kino-Bild (2. von oben) haben sie zum Beispiel das halbe O weggeschnitten (auf dem Scan ist es interessanterweise noch komplett) und das Negativ vom Bild mit den beiden dem goldenen September-Licht entgegen laufenden Gestalten hat einen dicken Kratzer.
Trotzdem mag ich die Bilder. Weil sie mich erinnern an diesen ersten Samstag im September. Der erste richtige Tag wieder in Berlin, an dem ich den ganzen Nachmittag durch die Stadt gelaufen bin, einfach nur so. Mit mir selbst, meiner Kamera und dem schönen Gefühl, gerade genau dort sein zu wollen, wo ich bin.
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