Freitag, 18. September 2015

Film Friday: Karl-Marx-Allee


Karl-Marx-Allee // September Sky Karl-Marx-Allee // Kino Karl-Marx-Allee // September Light Karl-Marx-Allee // Evening Sky
Alle Fotos: Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Vieles ist bei diesem Film schief gelaufen: Schon beim Kauf ein totales Anti-Schnäppchen weil völlig überteuert, und für die Entwicklung gilt, vor allem gemessen am Ergebnis, das gleiche. Ich dachte nämlich, ich probiere zur Abwechslung mal die Entwicklung bei einer der großen Drogerie-Ketten aus und hatte den Film zu Rossmann gebracht. Hätte ich vielleicht besser gelassen. Dem Negativ vom Kino-Bild (2. von oben) haben sie zum Beispiel das halbe O weggeschnitten (auf dem Scan ist es interessanterweise noch komplett) und das Negativ vom Bild mit den beiden dem goldenen September-Licht entgegen laufenden Gestalten hat einen dicken Kratzer.
Trotzdem mag ich die Bilder. Weil sie mich erinnern an diesen ersten Samstag im September. Der erste richtige Tag wieder in Berlin, an dem ich den ganzen Nachmittag durch die Stadt gelaufen bin, einfach nur so. Mit mir selbst, meiner Kamera und dem schönen Gefühl, gerade genau dort sein zu wollen, wo ich bin.

Mittwoch, 16. September 2015

Heute

today

Er ist da, der ganz große Stress. Meine beiden Hausarbeiten sitzen mir im Nacken, dazu das Praktikum, das mir neben Zeit und Nerven vor allem auch Energie raubt. Energie, die ich zum Arbeiten bräuchte. Arbeit, von der ich nicht weiß, wie ich sie noch rechtzeitig schaffen soll. Die erste Hälfte dieses Tages war nicht gut. Gar nicht gut.

Aber dann: Ein ordentlicher Mittagsschlaf. Eine Kopfschmerztablette. Ein paar Mutzusprechungen. Ein großes Glas Wasser. Um Hilfe bitten. Ein Spaziergang nach dem Regen.

Morgen ist ein neuer Tag, vielleicht sogar ein guter.

orange fence

Dienstag, 8. September 2015

22

Moi.
Im August bei meiner Oma ... Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Heute ist mein Geburtstag. Der zweiundzwanzigste. Als ich kürzlich darüber nachdachte, kam mir der Gedanke, dass 22 ein Alter ist, das ich mir irgendwie nie wirklich vorgestellt habe. Vielleicht kennt ihr das: Für bestimmte Jahre hat man bestimmte Vorstellungen davon, wie es sich anfühlen wird, soundso alt zu sein, und wie, wo, wer man dann ist. Bei mir hört das aus unerfindlichen Gründen mit 21 auf und setzt anschließend erst irgendwann in der Mitte der Dreißiger wieder ein.

So ist die 22 für mich augenblicklich noch ein großes Nichts, was mich derzeit aber glücklicherweise eher inspiriert als dass es mir Angst einjagt. Und ständig fallen mir neue Dinge ein, mit denen ich das kommende Jahr füllen möchte, darum habe ich mal eine kleine Liste erstellt. 22 Dinge, die ich mit 22 tun möchte (in no particular order):

  1. Blumen kaufen. An sich so einfach. Und doch: Ständig nehme ich es mir vor und tue es dann doch nicht, weil ich denke, ich sollte erst einmal so richtig aufräumen. Aber bis daraus mal was wird... Das Leben ist zu kurz.

  2. 3 Projekte aus Lena Corwin's "Made By Hand" umsetzen (dieses wunderwunderbare Buch verdient eigentlich noch mal einen ganz eigenen Post).

  3. ein Kleidungsstück stricken, das weder ein Schal noch eine Socke ist. Momentan stehen die Zeichen auf Strickjacke, aber mal sehen.

  4. Überhaupt, Kleidung selbermachen: Im letzten Jahr habe ich mir nach langem Überlegen (und Sparen) quasi die Nähmaschine meiner Träume gegönnt und zu Beginn des Jahres des Plan gefasst, 2015 keine bzw. nur das Nötigste an Kleidung zu kaufen. Stattdessen wollte ich möglichst viel selbermachen. Ersteres klappt erstaunlich gut, bei letzterem besteht hingegen noch Luft nach oben. Aber ich glaube, dazu schreibe ich besser demnächst noch mal gesondert was und definiere meine Ziele dann etwas klarer. 

  5. Bonn besser kennenlernen, bevor ich hier wieder wegziehe. (Ich überlege, ob dieses Buch vielleicht ein geeigneter Begleiter wäre. Schon das Reisetagebuch von Kate Pocrass fand ich nämlich so schön, als ich es mal verschenkt habe, dass ich es damals eigentlich am liebsten selbst behalten wollte.)

  6. mein NRW-Studiticket noch mal ein bisschen besser ausnutzen und zum Beispiel endlich noch mal nach Münster fahren.

  7. mit einer Polaroid Packfilm-Kamera fotografieren. (Beizeiten mehr darüber, aber wer sich gerade fragt, was um alles in der Welt mit Packfilm gemeint ist - nämlich nicht der "klassische" Polaroid-Film mit dem weißen Rahmen -, empfehle ich einen Klick hierhin.)

  8. etwas, was im vergangenen Jahr viel, viel zu kurz kam, war lesen. Darum: Jeden Monat ein Buch lesen, wenn mehr, umso besser. Für die Uni am Stück gelesene Bücher zählen, Sachbücher ebenfalls, Hörbücher nicht.

  9. meine Bachelor-Arbeit schreiben.

  10. 10 neue Gerichte/Rezepte ausprobieren (über die Zahl habe ich eine Weile nachgedacht, aber zehn scheint für ein Gewohnheitstier wie mich, die ich zudem ohnehin meistens mittags in der Mensa warm esse und entsprechend selten zuhause koche, machbar. Und unerreichbare Ziele haben schließlich noch niemandem genützt.) 

  11. nach Namibia fliegen.

  12. ein Fotoalbum oder -buch gestalten.

  13. mein Fahrrad (endlich) wieder in Gang kriegen - und benutzen.

  14. etwas Neues lernen. (In dieser immerwährenden Absicht habe ich mich kürzlich bei Skillshare angemeldet, nachdem ich zufällig entdeckt hatte, dass man dort im Augenblick für nur 0,99$ drei Monate lang die Premium-Mitgliedschaft testen kann und damit Zugriff auf über 1700 Kurse zu allen möglichen Themen erhält - von Fotografie über Stricken, Game Design und HTML hin zu Public Speaking, Aquarellmalen und der Frage nach dem perfekt gebrühten Kaffee. Und das ist im Übrigen keine Werbung sondern einfach nur ein Hinweis, weil ich dachte, das interessiert vielleicht nicht nur mich. :)

  15. meine 2014 angefangene zweite Häkeldecke vollenden.

  16. mich besser organisieren (in dieser Formulierung das vermutlich unSMARTeste Ziel von allen, also gehört hier auch das Nachdenken über das Wie eigentlich? mit dazu).

  17. dreimal die Woche vor Mitternacht ins Bett gehen. Am besten natürlich immer, aber wie gesagt: nicht ganz den Boden der Realität unter den Füßen verlieren. Auch kleine Erfolge sind Erfolge.

  18. wieder regelmäßig in mein 10-Jahres-Buch schreiben. (Überhaupt schreiben, schreiben, schreiben. Aber das gilt eigentlich immer.)

  19. ein Blog-Makeover.

  20. mehr Menschen fotografieren - etwas, wovor ich mich immer ein wenig scheue.

  21. Helfen. Dieser Tage von größerer und vor allem unmittelbarerer Wichtigkeit denn je.

  22. das Jahr in 52 Selbstportraits festhalten. Ein etwas kühner Plan, denn ich bereits jetzt, dass ich mir das mit großer Sicherheit enorm schwierig finden werde. Wahrscheinlich hält deswegen auch ein Teil von mir ausgesprochen viel von der Idee, diesen Punkt einfach zu streichen und gegen "endlich mal wieder zum Friseur gehen" auszutauschen. Das schiebe ich nämlich auch seit einem guten Jahr(!) vor mir her. Aber Eleanor Roosevelt hat mal gesagt: You must do the thing you think you cannot do. Vielleicht also gerade deswegen. Weil es zu versuchen der einzige Weg ist, herauszufinden, ob ich es kann.
***

So. Jetzt waren die 22 doch schneller voll, als gedacht - gefühlt könnte ich jetzt noch locker bis 222 weiterschreiben. Aber das lasse ich doch lieber und warte erst mal ab, wie es mit dieser Liste so läuft und hinter wie viele Punkte ich dann heute in einem Jahr ein Häkchen setzen kann.

Wie sieht es bei euch aus: Habt ihr schon mal so eine Geburtstagsliste geschrieben? Wenn ja, würde es mich brennend interessieren, was draus geworden ist! Und falls noch nie: Was würde auf eurer stehen?

Donnerstag, 3. September 2015

Vor einem Jahr {Namibia 2014}

Nachdem ich mir heute wieder einmal den halben Tag in der Bibliothek den Hintern platt gesessen habe und das Bedürfnis nach Entspannung und einfach mal ein bisschen Nichts unaufhörlich wächst, will ich den Tag mit einem kleinen #throwbackthursday beschließen: Genau heute vor einem Jahr war ich mit meiner Mutter und meiner jüngsten Schwester auf der Rostock Ritz Desert Lodge.

Rostock Ritz Desert Lodge
Rostock Ritz Desert Lodge

Während meines fünfwöchigen Namibia-Aufenthaltes letztes Jahr haben wir zwei Touren unternommen. Die erste führte mit der ganzen Familie zur Etosha-Pfanne, in den berühmten Nationalpark. Beim zweiten Ausflug ein paar Wochen später fuhren wir von Windhoek über den Gamsberg Pass in die Wüste Namib und schließlich an den Atlantik, nach Swakopmund und Walvis Bay. Diesmal nur zu dritt, denn mein Vater und meine andere Schwester mussten wegen Arbeit und Schule in Windhoek bleiben.

Rostock Ritz Desert Lodge
Rostock Ritz Desert Lodge

Die lange Autofahrt haben wir uns unter anderem mit Harry-Potter-Hörbüchern vertrieben. Der letzte große Kampf gegen Voldemort am Ende des siebten Teils in der Kulisse dieser so kargen und gleichzeitig fast unwirklich schönen Wüstenlandschaft - das hatte was.

Rostock Ritz Desert Lodge
Rostock Ritz Desert Lodge

Dienstag, 1. September 2015

Hallo September

Sunflower
Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Nun ist er vorbei, der August. Kurz kam er mir vor und lang zugleich, und irgendwie überkommt mich jedes Jahr um diese Zeit erneut das Bedürfnis, Rückschau zu halten - auf die vergangenen Monate und das, was das Jahr bislang gebracht hat. Und mich zu fragen, was es noch bringen soll. Denn noch ist Zeit.

Vielleicht liegt es daran, dass sich im August schon erste Vorboten des herannahenden Herbstes bemerkbar machen. Das Licht, das sich verändert, und die Schatten, die in die Länge wachsen. Es ist schon ein Hauch von Vergänglichkeit spürbar und vielleicht ist gerade das der Grund, weshalb ich den Spätsommer so mag.

Ich habe in den vergangenen Wochen viel darüber nachgedacht, mit welchen Dingen ich meine Zeit füllen will. Und bloggen, so stellte sich heraus, ist eines davon. Allein das ist etwas, was in den letzten anderthalb Jahren nicht immer so klar war. Ungefähr so lange streift mir nun aber auch schon das Gefühl, etwas an den Rahmenbedingungen ändern zu müssen, um die Beine. Was genau? Time will tell.   

Aber nun erstmal September. Lieblingsmonat. Geburtstagsmonat. Habt es schön! :)
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