Freitag, 30. Oktober 2015

Film Friday: Rot und röter

Red red red...
Red red red...
Pentax K1000 | Kodak Ektar 100
Im August in Hildesheim. Mit Oma und Opa und, wenn ich mich recht entsinne, mit Sandalen an den Füßen. Kommt mir gerade ewig her vor.

Ebenfalls mit von der Partie war die damals noch ganz frisch akquirierte neue alte Kamera, bestückt mit meiner ersten (und bislang einzigen) Rolle vom Kodak Ektar 100 - beworben als feinkörnigster Farbnegativfilm der Welt und berühmt-berüchtigt für seine Farbwiedergabe. Bei so überschwänglichem Lob, wie ich es hierzu an verschiedensten Stellen las, bin ich häufig wie aus Prinzip erstmal besonders skeptisch. So war, nachdem ich den Film vom Entwickeln abgeholt hatte, meine Begeisterung zunächst auch noch ein bisschen verhalten. Doch mit jedem Ansehen mochte ich das Ergebnis ein bisschen lieber. Wobei das natürlich mal wieder nicht für alle Bilder gleichermaßen gilt und ganz definitiv auch die jeweilige Motivwahl ihren Teil beiträgt. So bewahrheitete sich zum Beispiel die mir in verschiedenen Foren begegnete Information, dass er Menschen, besonders mit hellen Hautfarben, eher wenig vorteilhaft abbildet. Der Anblick erinnerte mich an die gekochten Krebse, die die Kinder aus Bullerbü in einem der Filme aus dem Kochtopf fischen... Steht also nicht jedem gleich gut, der Ektar. Dem kleinen Käfer aber hätte wohl kaum etwas besseres passieren können. :)

Damit verabschiede ich mich und euch ins Wochenende und wünsche uns allen ein schönes solches!

Freitag, 16. Oktober 2015

Film Friday: Domäne Dahlem

Film Friday: Domäne Dahlem
Alle Fotos: Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Film Friday: Domäne Dahlem
An die Tomaten wäre ich gerne noch näher herangekommen, aber leider war ein Zaun dazwischen...
Film Friday: Domäne Dahlem
Das Vogelhaus in der Mitte des Gutshofs
Film Friday: Domäne Dahlem
Aller Schweineliebe zum Trotz ist ihnen ein leicht dümmlicher Glanz in den Augen ja nicht abzusprechen. Schweinenasen...
Film Friday: Domäne Dahlem
... und Ringelschwänze geben da ein deutlich sympathischeres Bild ab, finde ich.
Film Friday: Domäne Dahlem
Film Friday: Domäne Dahlem
Insgeheim träume ich immer von richtig guten Pferdebildern. Leider bin ich bislang immer an eher unkooperative Modelle geraten...
Film Friday: Domäne Dahlem
Mauerblümchen :)


Bei der Domäne Dahlem handelt es sich um ein ehemaliges Rittergut im Berliner Südwesten, das heute als "Freilichtmuseum für Agrar- und Ernährungskultur mit ökologischem Schwerpunkt" betrieben wird. Während sich der - zumindest dem Klischee nach - eher naturentfremdete Großstädter also einerseits über Gemüse- und Getreideanbau oder die Haltung von Haus- und Nutztieren informieren kann, lässt es sich auf dem Gelände auch herrlich einfach nur spazierengehen, Tiere angucken und mal ordentlich durchatmen. Schon ganz früher war ich häufig mit dem Kinderladen dort. Ich erinnere mich noch, wie es platschte und spritzte, wenn der große Bollewagen, in dem alle 12 Kinder Platz hatten, durch die schlammigen Pfützen auf den Ackerwegen gezogen wurde. Aber auch an Wochenenden war "die Domäne" in meiner Kindheit ein viel frequentiertes Ausflugsziel und das nicht nur zu besonderen Anlässen wie Mittelaltermärkten oder Kartoffelfesten, sondern auch als Ziel wochenendlicher Spaziergänge mit der Nachbarsfamilie. Tatsächlich waren wir eine Zeit lang gefühlt so häufig dort, dass ich irgendwann keine Lust mehr hatte. 

Daran musste ich immer denken, als ich an einem Sonntagvormittag vor ein paar Wochen nach einem Frühstück mit syrischen "Gastschwester" und ihrer inzwischen ebenfalls in Deutschland weilenden jüngeren Schwester wieder einmal dort war. Während wir bei strahlender Herbstsonne über das Gelände stapften, vorbei an Felden und Beeten, Pferden und Kühen, Hühnern und Schweinen, konnte ich mir plötzlich gar nicht mehr vorstellen, dass ich davon jemals genug hatte. Dass man davon jemals genug haben kann.   

Ein schönes Wochenende wünsche ich euch!

Film Friday: Domäne Dahlem
Wenn ihr mich fragt: Eine der schönsten Herbsterscheinungen überhaupt. Ich könnte ständig nur Hagebuttenfotos machen. :)

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Mit fünf Sinnen durch den September...

Whoosh
Pentax K1000 | Agfa Vista Plus 200
Momentan habe ich das Gefühl, die Zeit rast nur so. Schon Mitte Oktober. Lohnt es sich da überhaupt noch, eine Art Septemberrückblick zu posten? Vermutlich nicht, aber ich mache es einfach trotzdem. Denn das hier dient wohl sowieso hauptsächlich meiner eigenen Erinnerung und der wird es später wohl nicht mehr so drauf ankommen.
Und an diesen September möchte ich mich gerne erinnern, denn er war ein guter Monat. Mit meinem Praktikum und den beiden Hausarbeiten nebenher zwar richtig, richtig anstrengend und in Teilen auch extrem ernüchternd, aber es ist ja nicht so, als ob das viele Gute, das ich zu meinem eigenen Erstaunen eben trotz alledem doch noch in diesem Monat unterbringen konnte, dadurch an Wert verlöre, dass nicht alles gut war. Denn wann ist es das schon jemals?

So war er also, mein September, wahrgenommen mit allen fünf Sinnen:

GEHÖRT: Birdy; Arcade Fire (auch, aber nicht ausschließlich im Kino); teilweise üble Beleidigungen unter Schülern (so richtig üble...); Berliner Schnauze; herabfallende Kastanien; raschelndes Laub.

GESEHEN: goldenes Septemberlicht; jede Menge Eichhörnchen; Menschen, die ich gerne häufiger zu Gesicht bekäme; Socken in Sandalen; die aufgehende Sonne überm Teltowkanal; eine Flüchtlingsunterkunft von innen; Sherlock.

GEFÜHLT: ein ziemlich unsanftes Aufkommen bei der Landung in Schönefeld; Computertasten unter meinen Fingern; wie mein Bein langsam einschläft; kilometerweise Lankwitzer Bürgersteige unter meinen Füßen; das Scheuern der neuen Schuhe an meiner rechten Ferse; Herbstsonne im Gesicht.
 
GESCHMECKT: ein Geburtstagsmenü nach Ottolenghi; weltbesten Käsekuchen; Pausenbrote (von denen ich, wie früher schon, Schluckauf bekommen habe); Mohnhörnchen; Rosinensplitter; Kaffee (guten und weniger guten); Koriander.

GEROCHEN: Misthaufen; die Vergangenheit; Entwicklungschemikalien vom Fuji FP-100C; den Herbst.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Auf meinem Teller: Gebackene Süßkartoffeln mit frischen Feigen und Ziegenfrischkäse

Meinen Sonntag hab ich gut genutzt. Geschrieben, stundenlang durch den Wald spaziert, Musik gehört, fotografiert und schließlich gekocht. Letzteres obwohl ich nach meinem Spaziergang irgendwie ziemlich groggy war (all die frische Luft...) und eigentlich wirklich so gar keine Lust mehr hatte, mich noch mal in die Küche zu stellen. Aber: Ich hatte mir ja vorgenommen, bis zu meinem nächsten Geburtstag meine Kochfaulheit etwas in den Griff zu kriegen und mindestens zehn neue Rezepte auszuprobieren, und irgendwann muss man damit schließlich anfangen.

Und es war wie immer: Das anfängliche Aufraffen fällt schwer, aber sobald das überwunden ist, macht das Ganze sogar Spaß und spätestens das Ergebnis hat für den zusätzlichen Aufwand entschädigt. Was es gab?

Roasted sweet potatoes with fresh figs and goat cheese

Gebackene Süßkartoffeln mit frischen Feigen und Ziegenfrischkäse nach Ottolenghi. Das Rezept habe ich bei hier bei Eva gefunden. Foto ist ohne jegliches Tageslicht natürlich murks (und Food Photography ja ohnehin nicht mein Metier), aber man kann nicht alles haben und geschmacklich war ich absolut hingerissen, das ist ja die Hauptsache. War sicher nicht das letzte Mal...

Kommt gut in die neue Woche!
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